Fortsetzung folgt

Abgelegt unter: Allgemein — JoWe um 22:47 am 23.12.2008

Neue Blogeinträge wahrscheinlich erst im neuen Jahr. Bis dahin frohe Festtage und einen gelungenen Übergang ins neue Jahr!

Fortgesetzt wird nächstes Jahr bei e-teaching.org auch die Reihe 100 Meinungen zu E-Learning. Gestartet im Adventskalender des Portals mit täglichem Kurzvideo, wird es nächstes Jahr etwas gemächlicher weitergehen. Die Idee dahinter war jedenfalls folgende

Gesammelt werden Kurz-Statements (zwischen 30 Sek. und max. 90 Sek.) in denen Experten, Hochschullehrende und Studierende sowie Entwickler zu Wort kommen sollen und in möglichst prägnanter Form ihre Aussage unter einer der folgenden Überschriften formulieren:

  • Mein erfolgreichstes E-Learning-Erlebnis
  • Mein liebstes E-Learning-Tool
  • Mein bestes Argument für E-Teaching / E-Learning
  • Meine persönliche Einschätzung zu E-Teaching / E-Learning
  • Das Wichtigste, was es bei E-Teaching / E-Learning zu beachten gilt
  • oder sonstige eigene Idee …

um das Thema einmal in etwas kurzweiligerer Form anzugehen (in der Kürze liegt die Würze!). Wer sich gerne daran beteiligen will, einfach bei uns melden. Unser  YouTube-Kanal ist offen für Erweiterungen!

Quahl der Wahl

Abgelegt unter: Fachliches — JoWe um 18:14 am 19.12.2008

Fast hätte ich vergessen darauf hinzuweisen, dass die Folien zu meinem Vortrag Von Mäusen und Menschen bei Slideshare einsehbar sind. War mir nämlich unschlüssig, in welcher Form ich den Vortrag dokumentiere. Eigentlich sind die Folien ohne das gesprochene Wort nicht wirklich aussagekräftig. Einen Audio-Mitschnitt habe ich zwar, bisher aber keine Zeit, ihn als Slidecast einzubinden. Außerdem mag ich selber diese Form (ebenso wie Videocasts) nicht besonders, weil es einfach zeitaufwändig bleibt, Präsentationen in dieser Form nachzuvollziehen. Textdokus sind mir eigentlich am liebsten und ich werde von diesem auch eine machen - dauert halt ein bisschen.

Wäre interessant zu wissen, welche Form die LeserInnen dieses Blogs eigentlich bevorzugen würden …

View SlideShare presentation. (tags: interaktivität dynabook)

interaktive Visualisierungen …

Abgelegt unter: Lesestoff, Visualisierung — JoWe um 22:31 am 14.12.2008

… finde ich sehr spannend. Für meine eigenen Beiträge dazu (siehe Buchbeitrag oder Vortrag) hätte ich das Buch Information Visualization: Design for Interaction von Robert Spence gut gebrauchen können, bin aber erst jetzt auf dieses Lehrbuch gestoßen.

Spence behandelt an vielen Beispielen, was unter Visualisierung von Daten zu verstehen ist, welche Hilfen Computerprogramme dabei bieten und welche Interaktionsformen geeignet sind, sich explorativ mit den Daten auseinanderzusetzen. Beigefügt ist eine DVD mit Videobeispielen zu den verschiedenen Buchkapiteln. Zusätzliches Unterrichtsmaterial ist auf der Website zum Buch zu finden (kostenlose Registrierung notwendig). Zu jedem Kapitel gibt es Übungsaufgaben, die meiner Einschätzung nach in Kursen bearbeitet werden können, für das Selbststudium aber eher ungeeignet sind. Insgesamt ein absolut empfehlenswertes Studienbuch.

lohnende Besuche in Tübingen …

Abgelegt unter: Fachliches — JoWe um 13:35 am 07.12.2008

Heute endet bereits schon in Tübingen das internationale Schokoladenfestival chocolART 2008. Schon am nächsten Wochenende des 3. Advent gibt es aber auf dem Tübinger Weihnachtsmarkt (mit überwiegend privaten Ständen) wieder Gelegenheit, Glühwein und weihnachtliche Leckereien zu genießen.

Dazwischen, am 10.12.2008, beginnt bei uns am IWM eine öffentliche Vortragsreihe von e-teaching.org: Interaktivität digitaler Medien:

Digitale Medien, also Computer und Internet, werden heute selbstverständlich im privaten und beruflichen Umfeld genutzt und zwar von Personen aller Altersstufen. Auch der Zugang zu Informationen und der Erwerb von Wissen werden davon zunehmend geprägt, d.h. alle Prozesse des Lehrens und Lernens. Wie dies erfolgt und wie Lehren und Lernen dadurch verändert wird, hängt auch von den technischen Möglichkeiten ab, die den Nutzern in den letzten vierzig Jahren geboten wurden. In drei Vorträgen soll diese Entwicklungsstrecke nachgezeichnet werden. Im Fokus steht der Umgang mit den digitalen Medien, also die Interaktivität und deren Rückwirkung auf individuelle und soziale Lehr-/Lernprozesse. Der Blick zurück soll anregen, technische Entwicklungen hinsichtlich ihres Potenzials für innovative Lehr-/ Lernformen zu bewerten.

Die Termine im Überblick:
10.12.08. Dr. Joachim Wedekind: Von Mäusen und Menschen – zur Interaktivität digitaler Lehr-/Lernmedien
13.01.09.  Prof. Dr. Rolf Schulmeister:  Lernsoftware im Wandel – Paradigmenwechsel bei Konzeption und Entwicklung
03.02.09. Dipl.Inf. Matthias Müller-Prove:  Neue Medien Kompetenz - Ein Blick über den Desktop-Rand

Die Vortragsreihe beginnt mit meinem eigenen Beitrag. Ich setze mich mit der Wechselwirkung technisch geprägter Interaktionsmöglichkeiten von digitalen Lehr-/Lernmedien einerseits und unterrichtsmethodisch geprägten Lernaktivitäten andererseits auseinander. Historische und aktuelle Anwendungsbeispiele sollen zeigen, wie mit didaktischer Phantasie vorhandene Potenziale genutzt werden können.

Die Vorträge finden jeweils um 17 Uhr am IWM statt, Konrad-Adenauer-Str. 40, 72072 Tübingen, Raum E 01. Der Eintritt ist frei.

was für die Apple-Fans …

Abgelegt unter: Allgemein — JoWe um 11:20 am 01.12.2008

… oder eher für die Gegenfraktion??

Video: Mapple - The Simpsons
Hochgeladen von aarplane

Update 11.01.09: Tja, leider wurde inzwischen das Video von allen mir bekannten Quellen  entfernt. Wer hatte da die Finger im Spiel, Apple oder Matt Groening bzw. Fox Broadcasting Company?

falsche Überschrift

Abgelegt unter: Fachliches, Lesestoff — JoWe um 10:28 am 25.11.2008

Unter dem Titel Studieren im Web 2.0 haben Bernd Kleimann et al. eine sehr interessante Studie vorgelegt (durchgeführt von HIS und MMKH), in der die Frage im Mittelpunkt steht

wie die deutschen Studierenden den Einsatz von E-Learning in der Hochshullehre einschätzen und welchen Einfluss die aktuelle Generation des Internet mit ihren Anwendungen (Web 2.0) auf die Entwicklung netzgestützter Lehr- und Lernformen an den Hochschulen hat.

Allerdings finde ich die Überschrift etwas irrreführend, denn die Studie zeigt eigentlich sehr deutlich, dass die Studierenden im Web 2.0 weniger studieren, denn kommunizieren. Sie nutzen in hohem Maße Netzwerke, die dann auch, um sich über Studienangelegenheiten auszutauschen (immerhin 34%). Die Nutzungshäufigkeit von Wikipedia und anderen Informationsplattformen halte ich nun allerdings nur bedingt für Studieren. Dazu zähle ich denn doch eher die Recherche und das Lesen von Originalliteratur (die ja im Netz auch zunehmend zugänglich wird bzw. an die wir unsere Studierenden gezielt führen sollten) und nicht das Arbeiten mit Enzyklopädien.

Die Antworten zum eigentlichen E-Learning sind eher ernüchternd. Die Angebote der Hochschulen haben sich seit 2004 nur sehr moderat erhöht und die Nutzung konzentriert sich auf lehrveranstaltungsbegleitende Materialien (93%), weniger auf interaktive Angebote (22%) oder (teil)virtuelle Veranstaltungsformen (< 5%). Was nun das eigentliche Web 2.0 betrifft, so werden Wikis geschätzt und auch genutzt (wobei aus den Zahlen die Kopplung an bestimmte Lehrveranstaltungen nicht hervorgeht). Andere Formen sind bisher sehr randständig (Blogs 6%, E-Portfolios 12%).

Wie gesagt, trotzdem spannende Zahlen, auch wenn ich nach dem Titel mit einer Erwartung drangegangen bin, die nicht erfüllt wurde. Bis im Web 2.0 wirklich studiert wird, bleibt noch einiges zu tun …

Vorlesung zum Nachlesen

Abgelegt unter: Fachliches, Lesestoff — JoWe um 20:26 am 21.11.2008

Dieser Tage bekam ich (als ALT-Mitglied) eine kleine Broschüre zugeschickt: Digital technologies and their role in achieving our ambitions for education. Dabei handelt es sich um die Druck-fassung der Antrittsvorlesung von Diana Laurillard am Institute of Education, University of London. Es ist wohl eher ungewöhnlich, dass eine Vorlesung so und dann noch in hoher Auflage verteilt wird, liegt aber daran, dass es ihr gelungen ist, bildungspolitische und bildungstechnologische Aspekte mit lerntheoretischer Fundierung zu verknüpfen und dies in praxisrelevante Folgerungen münden zu lassen.

Diana Laurillard hat auch eine ungewöhnliche berufliche Karriere mit Stationen in Forschung und Bildungsverwaltung durchlaufen. Vor mehr als drei Jahrzehnten begann sie in Entwicklungs-projekten zur Nutzung von computerbasierten Werkzeugen im naturwissenschaftlichen Unterricht. Da ich einen ähnlichen Schwerpunkt hatte, haben wir uns darüber kennen gelernt (genauer im Projekt Computers in the Undergraduate Science Curriculum) und sind seitdem freundschaftlich verbunden geblieben. Ab 1981 war sie an der Open University, zunächst als Lecturer, dann Professorin für Educational Technology und schließlich Pro Vice Chancellor. Zwischen 2002 und 2005 war sie Leiterin der E-Learning-Strategiegruppe im Department for Education and Schools, dem britischen Bildungsministerium. In dieser Position entwickelte sie eine kohärente E-Learning-Strategie für alle Erziehungs- und Ausbildungssektoren die unter dem Titel Harnessing Technology: Transforming Learning and Children’s Services im März 2005 veröffentlicht wurde. Nach diesem Versuch, ihre Ideen auch in die politische Praxis umzusetzen, ist sie nun seit August 2005 Professorin für Lernen mit digitalen Technologien am Knowledge Lab der Londoner Universität.

Die Kernpunkte der Vorlesung sind nun auch zu finden in der Folienpräsentation (mitsamt Textnotizen, Teile davon stellte sie auch in ihrer Keynote auf der GMW-Tagung 2007 in Hamburg vor). Außerdem gibt es anlässlich dieser Vorlesung ein Interview mit Kevin Donovan, in dem insbesondere die Ausgangspunkte ihrer Überlegungen deutlich werden. So ist eine ihrer zentralen Aussagen What it takes to learn does not change (vgl. ihre Folie 16), wobei sie sich auf den Sichtwechsel des Shift from Teaching to Learning bezieht. Dabei können wir Technologien nutzen um Lernen zu unterstützen, aber das ändert die kognitive Leistung, die erbracht werden muss, nicht sonderlich. Ihr eigenes Modell (das sie in dem weltweit bekannten Buch Rethinking University Teaching, 1993, Routledge, 2. Auflage 2002) entwickelt hat, beschreibt einen dialogorientierten Rahmen für den effektiven Einsatz von Lerntechnologien, den sie auf unterschiedliche Technologien anwenden kann (vgl. dazu ihre Folien 45 und 48). Wenn wir über Lerntechnologien nachdenken finde ich deshalb folgende Überlegung von ihr anspornend:

Now we can ask ‘So what can the technology do for us?’ – rather than the more typical question ‘What can we use the technology for?’ … It’s very important to put education in the driving seat of future technology development. Too often, we have to make use of technologies developed for other activities – usually leisure or commercial. Here I want to turn that around, and begin with the requirements of education, and challenge technology to meet them.

Neues von OLPC

Abgelegt unter: OLPC — JoWe um 13:17 am 20.11.2008

Es tut sich einiges beim OLPC-Projekt. So gibt es eine neue G1G1-Aktion und diesmal können auch wir in Europa direkt daran teilnehmen - wobei noch Unklarheiten bestehen, ob wirklich bei Amazon.uk bestellt werden kann (Interessenten sollten das diese Tage genau verfolgen). Außerdem ist es dem Verein OLPC.at mit der PH Steiermark gelungen, ein Pilotprojekt an einer österreichsichen Grundschule zu starten. Und schließlich gibt es für die G1G1-Aktion zwei kurze Videos, die in jeweils 98 Sekunden sehr prägnant das Projekt und den Rechner vorstellen:

Video 1: Zum Projekt

Video 2: Zum XO-Laptop

Da passt es doch, dass ich mit einigen AutorInnen an einem Themenheft zum OLPC-Projekt arbeite …

Bloggen - Pflichtübung oder Passion?

Abgelegt unter: Allgemein — JoWe um 10:21 am 18.11.2008

Ist in meinem Falle ganz klar Passion; keiner zwingt mich, hier was zu posten. Jedenfalls erhielt ich gestern die Masterarbeit mit obigem Titel von Tamara Bianco, in der ich mich als “beforschter” Knowledge Blogger wieder fand. Eine gut zu lesende Arbeit, in der manches, was man so vermutet hat, nun empirisch belegt ist, andere Aspekte eher überraschen (wie die Aussage “Ich blogge, weil ich muss”, sind das etwa Zwangsblogger in Lehrveranstaltungen?). Also Pflichtlektüre  für alle Blogger (hier gehts zum Download), die ihre eigene Haltung zum Bloggen einordnen und reflektieren wollen.

Web-Jubiläum

Abgelegt unter: Allgemein, SoftwareMuseum — JoWe um 17:26 am 13.11.2008

Für eine eher historische Betrachtung der Interaktivität der digitalen Medien sammelt sich bei mir u.a. gerade eine kleine Liste wichtiger Daten der IT-Geschichte. Wenn ich der deutschen Wikipedia vertraue, dann ist heute vor genau 18 Jahren (Info über macnotes.de), also am 13.11.1990 die erste Website (also zusammenhängende Folge von Webseiten) von Tim Berners-Lee ins Netz gestellt worden. Erstellt hat er sie mit dem ersten Editor und Browser (der deutlich mehr konnte, als die ersten dann der Allgemeinheit zugänglichen Werkzeuge) und zugänglich gemacht mit dem ersten Web Server. Diese Website ist beim World Wide Web Consortium (W3C) unter deren History-Seiten gesondert archiviert - und befasst sich eben mit der Beschreibung dessen, was das World Wide Web ist:

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