Didaktische Patterns
Kurz vor Ablauf der Einreichungsfrist am 18. Februar möchte ich auf eine interessante Tagung hinweisen, die EuroPLoP 2008. Design Patterns beschreiben erprobte Lösungsansätze für wiederkehrende Problemstellungen unter Berücksichtigung des jeweiligen Kontexts. Auch im didaktischen Umfeld gibt es entsprechende Ansätze, um Erfahrungswissen von Experten zu dokumentieren. Auf der wichtigsten europäischen Pattern-Konferenz, der EuroPLoP 2008, gibt es deshalb einen speziellen thematischen Track zu Patterns for Tools and Pedagogies for Higher Education, den mein Kollege Christian Kohls mitorganisiert.
Als Vater der Pattern-Bewegung gilt Christopher Alexander, ein Architekturtheoretiker, der damit eine Planungsmethode beschrieben hat, die eher außerhalb der Architektur zu Anerkennung gekommen ist. Er selbst hat sich nicht als Theoretiker verstanden, seinen Ansatz empiriebasiert und naturorientiert verstanden und die Rolle des Architekten zugunsten der Mitentscheidung direkt Betroffener zurück genommen. In seinem frühen Buch Notes on the Synthesis of Form zitiert er dazu Poincaré: Sociologists discuss sociological methods; physicists discuss physics. Da kann ich mir nicht verkneifen, eine kleine Abwandlung zu kreieren: (Kognitions-) Psychologen diskutieren Methoden, (Medien-) Didaktiker diskutieren Didaktik