Textevolution
Nochmal eine zum Darwin-Jahr passende Information (via information aesthetics). Es ist eine faszinierende interaktive Grafik, die Ben Fry (Mitentwickler der Programmiersprache Processing) über die Veränderungen zwischen den verschiedenen Auflagen von Darwins On the Origin of Species entwickelt hat (natürlich mit Hilfe von Processing!). Er schreibt dazu:
We often think of scientific ideas, such as Darwin’s theory of evolution, as fixed notions that are accepted as finished. In fact, Darwin’s On the Origin of Species evolved over the course of several editions he wrote, edited, and updated during his lifetime. The first English edition was approximately 150,000 words and the sixth is a much larger 190,000 words. In the changes are refinements and shifts in ideas — whether increasing the weight of a statement, adding details, or even a change in the idea itself.
Der erste Satz ist sehr richtig und bedenkenswert. Ich finde es deshalb total spannend und beeindruckend, anhand der dynamischen Grafik zu sehen, wie sich die Argumentation Darwins entwickelt, die Struktur des Werkes sich verändert und ausdifferenziert. Häufig vergessen wird z.B., dass der heute so zentrale Satz survival of the fittest erst in der fünften Auflage auftaucht.
Welche(r) Klassiker unseres Faches könnte so analysiert werden …