Benoît Mandelbrot

Abgelegt unter: Allgemein — JoWe um 16:38 am 19.10.2010

Es gibt nicht allzu viele Wissenschaftler, die weit über ihr jeweiliges Fachgebiet hinaus bekannt geworden sind. Benoît Mandelbrot ist einer von ihnen. Er ist am 14. Oktober gestorben. Wohl die wenigsten haben seine Originalpublikationen gelesen, wohl auch nicht seinen Versuch, seine Theorien allgemeinverständlich zugänglich zu machen in Die fraktale Geometrie der Natur. Auch ich habe den Zugang zu seinen Arbeiten zur fraktalen Geometrie und der Chaosforschung über andere Bücher gefunden (vor allem Peitgen u.a.: Bausteine des Chaos. Fraktale). Den Begriff Fraktal hat er selbst geprägt und das berühmteste Fraktal, das sogenannte Apfelmännchen, stellt die nach ihm benannte Mandelbrot-Menge dar. Für mich als damaligem Biologen waren die fraktalen Strukturen deshalb interessant, weil solche Selbstähnlichkeiten auch in der Natur zu finden sind und nun mit mathematischen Mitteln am Computer erzeugt werden konnten.

Also habe auch ich Anfang der 80er das Apfelmännchen program-miert, insbesondere aber Bifurkationsdiagramme der logistischen Gleichung (vgl. Abb.). Wohl ein hoher Prozentsatz der Besitzer von den damals noch nicht lange verfügbaren Mikrocomputern hat entsprechende Progrämmchen geschrieben und vermutlich sind weltweit einige Megawatt verbraucht worden für deren Durch-rechnen, um die faszinierenden Grafiken auf den Bildschirm zu zaubern.

Auch ziemlich viel Rechnerzeit benötigte dieser Film mit einem extremen Zoom in die Mandelbrot-Menge, der die faszinierende Ästhetik von Mandelbrots Mathematik zeigt.

1 Kommentar »

Pingback von Benoît Mandelbrot « CIPPool

19. Oktober 2010 @ 16:46

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