SoftwareMuseum: Nostalgie pur - DOS-Programme auf dem iPad

Abgelegt unter: SoftwareMuseum — JoWe um 20:19 am 28.01.2011

Für kurze Zeit gab es in Apples iTunes-Store den DOS-Emulator iDOS kostenlos für das iPad, gebündelt mit einigen Spieleklassikern (wie Duke Nukem, Wolfenstein 3D u.a.). Zum Glück habe ich iDOS gleich runter geladen, denn inzwischen ist er wieder aus dem Store verschwunden, wohl weil er Apples strengen Richtlinien nicht entspricht. Mit Hilfe eines Programms wie iPhone Explorer ist es nämlich möglich, eigene DOS-Programme auf das iPad zu ziehen und mit dem Emulator laufen zu lassen. Das habe ich mit einigen eigenen Programmentwicklungen aus den späten 80ern probiert und siehe da, die liefen problemlos! Macht einfach Spass.

Auf der virtuellen Festplatte C: (Bild links) finden sich die entsprechenden Ordner, in die gewechselt werden kann und wo die Programme gestartet werden. Als Beispiele habe ich mal zwei Biologiesimulationen gewählt: STRUGGLE (Bild Mitte), ein Räuber-Beute-Modell auf Basis eines zellulären Automaten und HAMMING (Bild rechts), ein Modell des Mimikry. Für Details die Bilder anklicken!

Als Schmankerl ein ganz frühes grafisches Modellbildungssystem  KOMPART, mit dem pharmakokinetische Kompartimentmodelle grafisch aufgebaut (also ohne textuelle Eingabe von mathematischen Gleichungen) und dann direkt simuliert werden können. Auch das läuft nun wieder problemlos auf dem iPad.

Schließlich lässt sich so auf dem iPad tatsächlich Programmieren und zwar mit der Schildkrötengrafik, einer Implementation eines Subsets der Programmiersprache Logo. Hier gezeigt am Beispiel der Hilbert-Kurve, eines der bekanntesten rekursiven Muster. Das Bild links zeigt die entsprechende rekursive Prozedur und das Bild rechts ein resultierendes Muster. Insgesamt bin ich erstaunt, wie problemlos und schnell die Sachen laufen. Jetzt müsste ich wohl noch einen Test mit Windows 3.1 wagen …

Update 8.2.11: Inzwischen habe ich das Ganze übrigens auch auf dem iPhone ausprobiert und auch da funktionierts. Allerdings hält sich das Vergnügen dort in Grenzen, weil auf dem kleineren Gerät die Bedienung doch etwas fummelig wird, obwohl iDOS hier aus Platzgründen bereits auf Bildschirm/Tastatur-Hintergrund verzichtet.

1 Kommentar »

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28. Januar 2011 @ 23:00

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