Steve Jobs ist tot - ein Verlust
Weder habe ich Steve Jobs persönlich gekannt, noch eine seiner berühmten Keynotes erlebt; nur einmal einer als Live-Übertragung im Londoner Apple-Zentrum beigewohnt. Aber als langjähriger, wohlwollender Apple-Nutzer habe ich natürlich auch etliches über ihn als Person gelesen - was mir das Bild eines von der Sache besessenen, im Umgang offensichtlich nicht immer einfachen Menschen vermittelte. Etliche seiner Ideen und Visionen konnte ich gut nachvollziehen und war immer wieder beeindruckt, wie konsequent er ihre Realisierung umsetzte.
Besonders in den 80er Jahren engagierte sich Apple in meinem Arbeitsbereich, der Nutzung von Computern in Schule und Ausbildung sowie in Forschung und Lehre, deutlich mehr als andere IT-Firmen. Als Beispiel sei genannt eine Conference Education and the Challenge of Technology (1986, noch als Faksimile erhältlich). Die dort gezeigten Beispiele (u.a. Green Globs, STELLA, Geometric Supposer) zeigen, dass es dabei schon nicht mehr um klassische D&P-Programme oder Tutorials ging, sondern um die Nutzung des Computers als Werkzeug. Steve Jobs hat das selber einmal treffend so ausgedrückt: Computers are like a bicycle for our minds.
Mit Steve Jobs ist ein Visionär gegangen, der wie wohl kein Anderer unseren alltäglichen Umgang mit IT-Produkten geprägt hat. Ich empfinde das als Verlust.