2012: Das MOOC-Jahr!?

Abgelegt unter: #opco12, Fachliches, MOOC — JoWe um 14:16 am 16.02.2012

Vielleicht wird in der Rückschau 2012 als das Jahr bezeichnet werden, in dem MOOCs (Massive Open Online Courses)  ihren Durchbruch hatten. Denn es ist schon erstaunlich wieviele dieser Kurse gerade ausgelaufen bzw. noch am Laufen oder schon wieder angekündigt sind. Hier eine kurze Aufzählung, die sicher nicht vollständig ist (ich bitte um Ergänzungen!):

Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe offener Online-Kursangebote (die wohl nicht mehr den konnektivistischen Merkmalen nach Downes & Siemens entsprechen), die riesige Teilnehmerzahlen - reif fürs Guinness Buch der Rekorde - erreicht haben:

Vergleichbar waren zwei weitere Kurse der Stanford University zu Machine Learning und Introduktion to Databases. Nach diesem Modell arbeiten inzwischen Udacity (gegründet von Thron), Coursera (Angebote der Stanford University) sowie MITx. Deren Angebot wächst so rasant, dass nur noch eine Übersichtsseite weiter hilft.

Stephen Downes sieht diese Entwicklung skeptisch: So the doors are open at MITx and we can see the business model on the wall - for this pilot version certification will be free, but we all know that this won’t last. Das “Einfallstor” dafür sind sicher die Gebühren bei einer Zertifizierung, die sich wohl nicht vermeiden lassen.

Jedenfalls, bei der GMW 2004 habe ich mich noch lustig gemacht über die Prognosen von Encarnaçao, Leidhold & Reuter, die 1999 ihre Studie Hochschulentwicklung durch neue Medien - Vision 2005 vorgelegt hatten (leider online nicht mehr auffindbar, nur noch als Kurzfassung). Aber wenn sie Vision 2012 geschrieben hätten, wären sie ja gar nicht mal so falsch gelegen …

Lesetipp: Designing Mobile Interfaces

Abgelegt unter: Lesestoff — JoWe um 22:21 am 12.02.2012

Beim Nutzer-Workshop von e-teaching.org letzten Donnerstag habe ich mal wieder das Thema Educational Patterns aufgegriffen. Im Portal arbeiten wir daran, bei den Lehrszenarien zur Beschreibung virtueller Szenarien Patterns durchgängig anzuwenden (siehe z.B. Vorlesungsinhalten, E-Assessment).

Dass der Pattern-Ansatz tatsächlich noch aktuell ist, zeigt mir u.a. ein Buch, das ich seit wenigen Tagen auf dem Tisch habe: Designing Mobile Interfaces von S. Hoober & E. Berkman. Es setzt fast vorbildlich um, was den Pattern-Ansatz auszeichnet: Die Autoren beschreiben bewährte, implementierte Lösungen für Interaktionen mit mobilen Geräten (Smartphone, Tablets usw.), also einem ganz aktuellen Thema (das auch uns beschäftigt bei der Entwicklung von Apps und eBooks). Die Pattern decken als Bereiche ab: Seitengestaltung, Informationsdarstellung, Widgets, Ein-/Ausgaben und Sensoren. Die Beschreibungskategorien sind die für Patterns gängigen: Name, Problem, Lösung, Variationen, Details (Interaktion & Präsentation), Antipatterns und Beispiele.

Der große Vorteil dabei ist, dass die Leser eigentlich jedes Einzelproblem (etwa die Darstellung von Auswahllisten oder Thumbnaillisten) herausgreifen können und die Lösung in immer gleicher Struktur beschrieben vorfinden. Die Lektüre des Buches von Anfang bis Ende ist also nicht nötig.

Zur Veranschaulichung der 76 vorgestellten Lösungen verwenden die Autoren nahezu ausschließlich eigene Illustrationen. Den weitgehenden Verzicht auf Screenshots empfinde ich als einzigen Mangel des Buche, das ansonsten konkrete Hilfen und Anregungen für die Interfacegestaltung bietet.

Farbe bekennen!

Abgelegt unter: #opco12, Fachliches, MOOC — JoWe um 20:32 am 11.02.2012

Noch sind es zwei Monate bis zum Beginn des opco12 am 16.4.12. Mit inzwischen schon über 520 Anmeldungen wird aus dem opco tatsächlich ein mopco, ein massive open course. Und die Community beginnt bereits darüber zu twittern (Hashtag #opco12) und zu bloggen.

Als Initiator und Mitorganisator dieses Kurses bin ich momentan - wie die zum Glück zahlreichen Mitveranstalter - beschäftigt mit der weiteren Vorbereitung und Begleitung des Unterfangens. Zeit also, auch in diesem Blog prominent darauf hinzuweisen; deshalb mindestens bis Juli oben links das opco-Logo. Und meinem Twitter-Avatar habe ich nun auch die opco-Lupe verpasst.

Auf der Website und im Blog des opco12 werde ich naturgemäß präsent sein. Ob ich hier, gewissermaßen selbstrefexiv, auch darüber blogge,  wird sich dann zeigen. Im Moment bin ich erst mal gespannt auf den April, wenn es denn losgehen wird …

Seitenwechsel

Abgelegt unter: #opco11, #opco12, Fachliches, MOOC — JoWe um 10:29 am 02.02.2012

Nun ist sie also raus, die Ankündigung zum #opco12, dem neuen OpenCourse 2012. Das Thema sind Trends im E-Teaching und dazu soll der Horizon Report unter die Lupe genommen werden. Als Veranstalter kooperieren studiumdigitale und Weiterbildungsblog, namentlich Claudia Bremer und Jochen Robes, die ihre Erfahrung aus dem opco11 einbringen, das Multimedia Kontor Hamburg mit Marc Göcks, welches die deutsche Version des Horizon Reports verantwortet und e-teaching.org mit dem Hintergrund mehrerer Themenspecials und Dutzenden Online-Events.

Beim #opco11 war ich Teilnehmer und habe den Kurs auch hier kritisch begleitet. Nun bin ich auf der anderen Seite gelandet und mit den vielen anderen Beteiligten noch eifrig dran, Konzept und Inhalte zu finalisieren. Gar nicht so einfach, bei einem bewährten Konzept methodische Impulse zu setzen - und natürlich die Hoffnung, dass das Konzept dann Anklang finden wird.

Bin jedenfalls als Mitveranstalter mindestens so gespannt auf den Kurs, wie ich es als Teilnehmer wäre. Die ersten Reaktionen, die praktisch Minuten nach der Ankündigung schon eintrudelten, lassen auf rege Teilnahme hoffen, so dass aus dem Open Online Course wirklich wieder ein Massive Open Online Course werden könnte.