2012: Das MOOC-Jahr!?
Vielleicht wird in der Rückschau 2012 als das Jahr bezeichnet werden, in dem MOOCs (Massive Open Online Courses) ihren Durchbruch hatten. Denn es ist schon erstaunlich wieviele dieser Kurse gerade ausgelaufen bzw. noch am Laufen oder schon wieder angekündigt sind. Hier eine kurze Aufzählung, die sicher nicht vollständig ist (ich bitte um Ergänzungen!):
- Change2011: Change: Education, Learning, and Technology! (12. Sept. 2011 - 20. Mai 2012)
- connectivism12: Connectivism, Networked Learning, and Connective Knowledge, 2012 ( 23. Jan.–16. April 2012)
- lak12: Learning Analytics and Knowledge 2012 (23. Jan. - 18. März 2012)
- D. Wiley: Introduction to Openness in Education (Winter 2011/2012)
- opco12: Trends im E-Teaching – der Horizon Report unter der Lupe (16. April–21. Juli 2012)
- J. Mackness: First Steps into Traching in FE/HE (geplant Mai/Juni)
Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe offener Online-Kursangebote (die wohl nicht mehr den konnektivistischen Merkmalen nach Downes & Siemens entsprechen), die riesige Teilnehmerzahlen - reif fürs Guinness Buch der Rekorde - erreicht haben:
- Thrun & Norvig: Introduction to Artificial Intelligence (10. Okt. - 12. Dez. 2011; 160.000 TN, davon 20.000 mit Abschlussprüfung)
Vergleichbar waren zwei weitere Kurse der Stanford University zu Machine Learning und Introduktion to Databases. Nach diesem Modell arbeiten inzwischen Udacity (gegründet von Thron), Coursera (Angebote der Stanford University) sowie MITx. Deren Angebot wächst so rasant, dass nur noch eine Übersichtsseite weiter hilft.
Stephen Downes sieht diese Entwicklung skeptisch: So the doors are open at MITx and we can see the business model on the wall - for this pilot version certification will be free, but we all know that this won’t last. Das “Einfallstor” dafür sind sicher die Gebühren bei einer Zertifizierung, die sich wohl nicht vermeiden lassen.
Jedenfalls, bei der GMW 2004 habe ich mich noch lustig gemacht über die Prognosen von Encarnaçao, Leidhold & Reuter, die 1999 ihre Studie Hochschulentwicklung durch neue Medien - Vision 2005 vorgelegt hatten (leider online nicht mehr auffindbar, nur noch als Kurzfassung). Aber wenn sie Vision 2012 geschrieben hätten, wären sie ja gar nicht mal so falsch gelegen …
