Alles eine Frage des Alters?

Abgelegt unter: Fachliches — JoWe um 19:36 am 14.03.2008

Eigentlich war ich schon gestern dabei einen entsprechenden Blogeintrag zu schreiben, habe es dann aber erstmal bei dem passenden Cartoon belassen, den ich kurz zuvor gefunden hatte. Denn ich erhielt in meinem Feed-Reader über Michael Kerres den Hinweis auf den Aufsatz (naja, leicht untertrieben, es ist ein 101 S.-Werk!) von Rolf Schulmeister Gibt es eine “Net Generation”?. Den habe ich jetzt also vorher noch gelesen.

Mir ist schon klar, welcher Generation ich mich selber zuordnen muss, nämlich den Baby Boomers (die nach gängiger Zählung etwa die Jahrgänge 1945 bis 1960 umfassen). Aber ich habe ein nettes (für mich neues) Etikett gefunden und zwar bezogen auf die Webnutzung; danach zähle ich zu den Silver Surfers (nachdem ich von meinen Kolleginnen auch schon Silberrücken genannt wurde). (Read on …)

a true digital native

Abgelegt unter: Allgemein, OLPC — JoWe um 09:28 am 13.03.2008

Rough First Day

langweilige Artikel schreiben …

Abgelegt unter: Allgemein — JoWe um 12:31 am 12.03.2008

Über mehre Ecken (beginnend mal wieder bei Stephen Downes) bin ich auf einen Artikel von Kaj Sand-Jensen (Biologieprofessor in Kopenhagen) gestossen, der beschreibt How to write consistently boring scientific literature (erschienen in Oikos 116: 723 - 727, 2007, aber auch zum Herunterladen verfügbar). Darin hat er eine Top 10 Liste von Empfehlungen

  1. Avoid focus
  2. Avoid originality and personality
  3. Write l o n g contributions
  4. Remove implications and speculations
  5. Leave out illustrations
  6. Omit necessary steps of reasoning
  7. Use many abbreviations and terms
  8. Suppress humor and flowery language
  9. Degrade biology to statistics
  10. Quote numerous papers for trivial statements

Hatte gerade selber die Überarbeitungsempfehlungen eines anonymen Reviewers in meinen letzten Artikel einzuarbeiten - und dabei der Versuchung der Empfehlung 10 zu widerstehen. Ich möchte sie hier in voller Länge zitieren:

10. Quote numerous papers for self-evident statements
When all else is lost, and one’s scientific paper is beginning to make too much sense, read too clearly, and display too much insight and enthusiasm, I have one last recommendation that can help the author to maintain the essential boring tone. My advice is to make sure that all written statements, even trivial ones, must be supported by one or more references. It does not matter that these statements are self-evident or that they comply with well-established knowledge, add a reference, or preferable 3 - 5, anyhow. Excessive quotation can be developed to perfection such that the meaning of whole paragraphs is veiled in the limited space between references. This technique maintains the boring quality of scientific publications by slowing down the reader, hiding any interesting information, and taking up valuable space. When authors are unsure of which paper to cite, they should always resort to citing their own work regardless of its relevance.

Ich habe XO Laptop …

Abgelegt unter: OLPC — JoWe um 19:33 am 07.03.2008

… nein, nicht bekommen, unsere Bestellung beim Give1Get1 harrt noch immer der Auslieferung; und da gibts wohl viele Leidensgenossen - aber immerhin mal in die Hand nehmen und kurz begutachten können. Ich war nämlich auf Cebit- Besuch und dort haben die rührigen Gründer von OLPC Austria einen kleinen Stand betreut, an dem etliche Exemplare des hier noch seltenen Geräts dem hochinteressierten Publikum vorgeführt wurden. Übrigens war der Andrang bei den anderen auf der Cebit gezeigten Mini-Laptops noch größer (die Stände ja auch). Der EeePC von Asus z.B. machte mir einen stabilen und angenehmen Eindruck beim Handling, aber dieser wie auch die anderen Mini-Laptops zielen auf andere Adressaten, nicht die Kinder, und es fehlt natürlich das Konzept und die Community wie bei OLPC, um diese Geräte für den Schulunterricht zu prädestinieren. Dennoch werden sie allein wegen der günstigen Kosten und der besseren Verfügbarkeit (ok, Liefer- schwierigkeiten haben die derzeit auch, aber halt eine funktionierende Vertriebs- struktur) ihren Weg in die Schulen finden.

Der persönliche Austausch mit etlichen mir bisher nur elektronisch Bekannten war sehr nett und informativ. Nun gibt es Überlegungen, über den Informations- austausch hinaus, der über Mailingliste und Wiki schon passabel lief, festere Strukturen zu bilden, Verein oder Stiftung, um Aktivitäten zu bündeln und zu unterstützen. Alle, die diesem Projekt helfen wollen oder sich in die Aktivitäten einklinken möchten, sollten sich also im genannten Wiki informieren und der Mailingliste anschließen.

Zwischenzeitlich habe ich auch die neueste XO-LiveCD gebrannt erhalten (Danke an unsere Praktis Christian und Gabriel!), die tatsächlich auf meinem Intel-Mac problemlos bootet und mir nun ermöglicht, praktische Erfahrungen mit Sugar und den Anwendungen zu sammeln. Turtle Art steht für mich natürlich obenan. Ich werde gerne hier darüber berichten, deshalb gibts nun auch eine neue Kategorie OLPC.

Fundgrube eigenes Blog

Abgelegt unter: Fachliches — JoWe um 14:59 am 01.03.2008

Jetzt geht es mir im eigenen Blog schon so, wie draussen öfters sowieso: Bin auf der Suche nach einem alten Eintrag, um was nachzusehen (Blog als Wissensspeicher!) und stolpere dann über Sachen, die ich gar nicht gesucht habe, die aber auch anregen.

So geschehen mit meinem Beitrag zu VirtusD. Vor genau einem Jahr (1.3.07, wirklich Zufall) hatte ich mich gefragt, was die Initiative D21 damit konkret erreichen will und kann. Allzuviel wohl nicht; den angekündigten Webauftritt gibt es bis heute nicht, die Google-Suche ergibt nicht mehr als die damaligen Pressererklärungen, bei D21 selbst wird es nicht einmal als Projekt gelistet. War wohl nix.

Ein zweiter Stolperer war ein längliches, kritisches Posting (und eines meiner ersten überhaupt) zu einem Artikel von Thomas Lorenz über Kopiertes Wissen. Ein (von ihm als aktuell deklariertes) Forschungsprojekt Das Zeitalter der Kopie ließ mich Fortsetzungen seiner Analysen erwarten. Auch da ist zwischenzeitlich nichts geschehen. Hätte mich doch interessiert …