Lehre 0.1 in Essen … und anderswo
So ähnlich wie Michael Kerres sein Raumerlebnis für die Lehre an der Uni Essen
schildert ist es mir bei meiner Lehrveranstaltung auch gegangen. Die findet zwar in einem der ältesten Gebäude Tübingens statt, dennoch ist erstaunlich wie wenig sich da seit zehn Jahren geändert hat - solange war ich dort nämlich nicht mehr. Immer noch die gleichen alten 08/15-Plastikstühle, Tische und der Raum total überheizt, weil die Rohre nach wie vor nicht isoliert sind (sollte auch ein Bild davon machen). Overheadprojektor ist zwar da, den brauche ich aber nicht. Internetbuchse ist auch da, aber Kabel und Zugangsdaten brauche ich vom Medientechniker des Instituts, weil ich kein Uni-Angehöriger bin, sondern von einem “an”-Institut komme. Den Beamer bringe ich vorsichtshalber selber mit. Wenn ich Unterrichtstechnologie wirklich life zeigen will, werde ich meine Studis also ans IWM bitten.
Nun ist die Raumsituation sicher nicht das Entscheidende für das Gelingen einer Lehrveranstaltung. Aber motivations- und lernförderlich kann die Umgebung schon sein. Nicht ganz ohne Grund fanden die Fortbildungen und Trainings, die ich als Industriedozent durchgeführt habe, immer im ansprechenden Rahmen von Tagungsstätten und -Hotels statt. Von deren Standards sind unsere öffentlichen Lehreinrichtungen nun allerdings wirklich meilenwert entfernt.