E-Learning 2009

Abgelegt unter: Allgemein — JoWe um 21:05 am 20.09.2009

Zur E-Learning 2009 von mir nochmal kurze Anmerkungen, ansonsten finden sich inzwischen eine Menge interessanter Beiträge (beste Übersicht bei Marcel).

Zunächst mal fand ich erfreulich, dass die Tagung über die bisherige “Kerngruppe” hinaus Resonanz gefunden hat. Für mich subjektiv waren viele neue, vor allem junge Gesichter auf der Tagung. Das spricht für ein Wachsen der E-Learning-Community (und gegen eine Entsorgung des Begriffs, vgl. Bachmann et al.). Jedenfalls sollte die GMW alles daran setzen, die positive Grundstimmung der Tagung in dauerhaftes Interesse an ihren Aktivitäten zu überführen. Das im nächsten Jahr GMW- und DeLFI-Tagung nun ausgerechnet fast zeitgleich an getrennten Orten stattfinden, ist mehr als bedauerlich. Die Verantwortlichen kennen doch den Tagungsmonat September gut genug, als dass eine solche Fehlplanung passieren müsste.

Über die Rolle von Keynotes und Podien sollte grundlegend nachgedacht werden (zum Podium siehe Gabis Einschätzung!). Bei beiden Formen kam es zu keinerlei Publikumsbeteiligung - kein Wunder war hier das parallele Twittern besonders heftig. Coys Vortrag war wenigstens kurzweilig, brachte aber auch nix wirklich neues. Die anderen drei waren nicht mal kurzweilig. Bei Hesse fühlte sich das (twitternde) Auditorium unterfordert, bei Rojas führte seine von ihm selbst eingestandene Vorbereitung auf den letzten Drücker (als Zuhörer finde ich mich nach einer solchen Aussage nicht erst genommen) zu einer relativ belanglosen Aneinander-reihung historischer Bildchen sowie aktueller Geräte, die er mit dem Hörsaal der Zukunft (seinem eigentlichen Thema) nicht in Verbindung brachte. Bletsas sagte auch nicht, was er aus dem OLPC-Projekt gelernt hat; ich hätte etwas zu den Problemen bei der Umsetzung des Projekts vor Ort erwartet. Bekannte Namen sind jedenfalls keine Garantie für gute Keynotes. Sie standen im Kontrast zum sonst inhaltlich erfreulich guten Tagungsprogramm.

Natürlich ist es schwer, Programmpunkte zu kreieren, die das Gesamtpublikum einer Tagung interessiert, womöglich fesselt und Diskussionen fördert. In den Sessions ist das wegen deren Themenfokussierung offensichtlich einfacher; da wurde jedenfalls lebhaft diskutiert. Vielleicht sind ganz andere Formate günstiger, etwa im Stile des dialogischen Vortrags von Gabi Reinmann und Tobias Jenert oder etwas kabarettistisches (Selbstironie täte uns gut). Oder auch nur eine Keynote, dafür aber einen Knaller, oder … ok, werde weiter drüber nachdenken.

3 Kommentare »

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8. Oktober 2009 @ 11:25

[…] Eine kleine Linkauswahl mit weiteren Blogbeiträge zur Konferenz E-Learning 2009: Carola Brunnbauer, Ilona Buchem, Nadine Kämper, Michael Kerres, Marcel Kirchner, Kerstin Mayrberger, Mandy Schiefner/Matthias Rohs, Joachim Wedekind […]

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8. Oktober 2009 @ 17:55

[…] E-Learning 2009 von Joachim Wedekind (20.09.2009) […]

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