Welt 2.0
Derzeit erfährt ja alles ein Update. Web 2.0 ist uns dank Tim O’Reilly schon geläufig und ich finde das auch gerechtfertigt, weil damit tatsächlich neue Qualitäten der Nutzung bzw. des Umgangs mit dem Web treffend charakterisiert werden. Weil es so gut klingt haben es andere schon auf unsere Lieblingsthemen übertragen, also Education 2.0, E-Learning 2.0. Da bekomme ich dann aber langsam Bauchschmerzen, denn da wird der Vergleich mit dem Versionssprung bei Software arg überstrapaziert. Irgendwer (nicht gemerkt, also kein Link) hatte bereits angemerkt, wenn von Education 2.0 gesprochen wird, was war dann Education 1.0? Und das gilt meines Erachtens auch für E-Learning; wären wir uns wirklich schnell einig, was eigentlich E-Learning 1.0 war? Trotz des Anschwellens der Anmerkungen, Berichte und Publikationen zur Nutzung von Social Software im Bildungsbereich sehe ich darin nicht einen vergleichbaren Sprung wie bei Web 2.0. Ok, das müsste ausführlicher diskutiert werden als hier im Blog beabsichtigt.
Anlass für Postings wie dieses sind ja häufig Kleinigkeiten. Als ich bei Andreas Auwärter Interaktion 2.0 gelesen habe, war es ein solcher. Entsprechend habe ich dort angemerkt, dass für mich nicht jedes begriffliche Update eines Versionssprungs würdig ist.
Obwohl, als ich kürzlich sogar über eine Meldung zu Beton 2.0 stolperte, fand ich den Vergleich des Versionssprungs bei Software mit Veränderungen im täglichen Leben wieder ganz apart. Das lässt sich doch problemlos ausweiten, zum Beispiel auf die Politik: Rente 2.0, Merkel 2.0, Deutschland 2.0 … irgendwie ist bald das ganze Leben 2.0 – aber das heißt ja schon anders: Second Life