Meine Wunsch-MOOCs

Abgelegt unter: Fachliches — JoWe um 22:22 am 02.05.2013

Derzeit läuft die öffentliche Abstimmungsphase beim Wettbewerb MOOC Production Fellowship. Mit dem Wettbewerb wollen Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und iversity die Entwicklung innovativer Konzepte für Massive Open Online Kurse anstoßen und die Umsetzung von zehn Kurskonzepten ermöglichen. Nach der Ankündigung wurde bereits heftig diskutiert, ob damit nicht nur xMOOCs eine Chance hätten. Man wird sehen; jedenfalls sind die ca. 250 Bewerbungen nun online und bis zum 23. Mai kann die allgemeine Öffentlichkeit auf der Wettbewerbs-Webseite für ihre Lieblingskurse abstimmen. So wird ermittelt, welche Kurskonzepte auf die größte Resonanz bei potentiellen Studierenden stoßen. Diese Resonanz soll ein Kriterium für die Ermittlung der Preisträger sein.

Ich verstehe das aber auch so, dass man mit seiner Abstimmung auch kund tut, welches Thema durch welche Veranstalter eine Chance zur Verwirklichung (durch die finanzielle Förderung) bekommen sollen. Das bedeutet für mich nicht, dass ich nur für MOOCs stimme, die ich gerade auch gern besuchen würde. Es ist erst einmal ein Wettbewerb der MOOC-Ideen und kein Werben um potentielle Teilnehmer, denn beim Stifterverband steht:  Es können alle Internetnutzer ihr Votum für die Kurse abgeben, die für sie besonders interessant und wegweisend sind.

So habe ich mit Interesse das Spektrum der Themen, der Veranstalter und auch der geplanten Vorgehensweisen gelesen. Ich gebe zu, bei meinen Votings bin ich nicht ganz unbeeinflusst von persönlicher Kenntnis einiger Einreicher, aber auch mir ganz neue Ideen und Personen habe ich gefunden. Ganz oben stehen bei mir zwei MOOCs aus meinen früheren beruflichen Schwerpunkten:

L3T’s MOOC – Der offene Online-Kurs über das Lernen und Lehren mit Technologien

… wäre ich noch aktiv, hätte ich da glatt mit eingereicht. Und dann Kerstin Mayrbergers Vorschlag:
Medienbildung und Mediendidaktik – Grundbegriffe und Praxis

Inhaltlich ist mir der folgende MOOC fern, aber unterstützenswert, weil Christian Spannagel einfach für Innovation steht:
Mathematische Denk- und Arbeitsweisen in Geometrie und Arithmetik

Obwohl ich dazu gerade einen MOOC absolviere (Complexity Explorer) vote ich aus inhaltlichem Interesse für
Komplexe Welt: Strukturen, Selbstorganisation und Chaos

Nachdem ich gerade mein Faible für Animationen geoutet habe, finde ich genau dazu eine Einreichung:
Animation - Beyond The Bouncing Ball

und auch eine zu Infografiken
Das Erklären erklären: Wie Infografik klärt, erklärt und Wissen vermittelt

Einen Solidaritätspunkt bekommt Monika König, die ihre MMC13-Erfahrung hier einbringt:
Die Kunst des Argumentierens

Ich habe noch Stimmen übrig. Ob ich sie vergebe ist offen. Bei vielen Themen frage ich mich, wie die Dunbar-Zahl erreicht werden soll und etliche Kursbeschreibungen klingen so traditionell, dass ich einen MOOC dazu nicht unterstützen will. Ich bin gespannt auf das Endergebnis der öffentlichen Abstimmung und noch mehr, inwieweit die Jury das in seine Auswahl einfliessen lassen wird.

Tags - die Metadaten des kleinen Mannes

Abgelegt unter: Fachliches, MOOC — JoWe um 16:15 am 26.04.2013

In der letzten COER13-Sitzung zum Suchen und Finden von OER ging es vor allem um Metadaten. Mich hat gewundert, dass dies wohl immer noch relativ neu für viele ist, denn die Diskussion darüber und die Entwicklung entsprechender Standards gibt es schon sehr lange.Über die problematische Beziehung von E-Learning Standards und Learning Objects hat bereits 2003 meine damalige Kollegin Bettina Stumpp geschrieben (in Bett & Wedekind (Hg.). Lernplattformen in der Praxis. Waxmann, S. 137-156; leider elektronisch nicht verfügbar) und kritische Punkte für das magische Dreieck von Recherchierbarkeit, Austauschbarkeit und Wiederverwendbarkeit benannt:

  • Lernobjekte können nur ausgetauscht werden, wenn man sie (im weltweiten Datenmeer) findet
  • Austausch macht nur Sinn, wenn nicht alle gefundenen Ressourcen mühevoll für die eigenen Zwecke umformatiert werden müssen (wenn das von der Lizenz überhaupt erlaubt ist)
  • Wiederverwendbarkeit wird erhöht, je unabhängiger die Objekte vom didaktischen Kontext sind
  • Zur Rekontextualisierung von Lernobjekten ist eine didaktische Ontologie notwendig und dafür bei den Autoren exzellente Fachkenntnisse und mediendidaktische Kompetenz
  • Überlagert wird dies von technischen Aspekten, denn bis heute ist ein Wiederverwenden und Anpassen an diverse Ausgabeformate (webbasiert, E-Books o.ä.) technisch schwierig wegen häufiger Verquickung von Darstellung, Layout und Struktur der Lernobjekte

Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass Metadaten nach wie vor (jedenfalls nach meiner Kenntnis) nur in Projekten, die sich mit ganzen Kursangeboten und -Strukturen befassen, weiter verfolgt und verwendet werden. Die bei COER13 vorgestellten iCoper und MACE sind dafür Beispiele. Für AutorInnen kleinerer Module (z.B. einzelne Infografiken, Bilder, Arbeitsblätter u.ä.) ist das nochmals mit einem Mehraufwand verbunden der eher vermieden wird.

Aber es gibt eine Alternative, die das magische Dreieck über soziale Medien umsetzt: das Tagging. Mit edutags wird im COER13 ein entsprechendes Tool speziell für Bildungsmedien eingesetzt. Bereits 2008 organisierten wir bei e-teaching.org  einen Workshop Social Tagging in der Wissensorganisation, dessen Ergebnisse in einer Buchpublikation dokumentiert wurden (beim Waxmann Verlag kostenlos herunterladbar!). Grundlegendes dazu ist in Matthias Müller-Proves Beitrag zusammen gefasst: Modell und Anwendungs-perspektive des Social Tagging. Das o.g. Beispiel edutags zeigt schön, wie dabei aus der individuellen Wissensstrukturierung gleichzeitig auch eine kooperative Komponente der Zusammenarbeit entsteht. Natürlich gibt es bei der freien Verschlagwortung durch die Anwender auch Probleme, insbesondere die resultierenden Unschärfen bei der Recherche durch die Verwendung nicht normierter Schlagwörter (Verwendung von Hymonymen oder Synonymen). Die Einstiegshürde für die Anwender liegt dafür deutlich niedriger, die Umsetzung ist schneller und mindestens eine wünschenswerte Vorstufe der bibliothekarischen Sacherschließung.

Ich hoffe deshalb, dass edutags auch noch die nächsten Wochen bei COER13 eine Rolle spielen wird, damit ich damit mehr Erfahrung sammeln kann.

coer13: OER - eine Frage der Motivation

Abgelegt unter: Fachliches, MOOC — JoWe um 21:52 am 15.04.2013

Derzeit bin ich mehr als Lernender denn als Lehrender im Web unterwegs. Als Lernender haben mich dabei Fragen der OER eigentlich nicht tangiert. Ich habe zu meinen Interessengebieten tolle Materialien gefunden, angefangen bei frei zugänglichen Texten, über interaktive Webseiten bis hin zu offenen Kursen (MOOCs). Ich habe damit gelernt; eine Weiterverwendung in anderen Kontexten, also z.B. in Lehrangeboten, womöglich dann auch noch in modifizierter Form ist dabei (ok, zumindest zunächst) für mich irrelevant. Insofern ist das Web für mich erst einmal eine ideale Plattform für informelles, autodidaktisches Lernen.

Sehe ich es also richtig, dass wir dagegen im coer13 eigentlich die Lehrerbrille aufhaben? Dass OER-Probleme erst mit der Rolle als Lehrender beginnen? Denn erst dann wird ja relevant, ob ich Materialien an andere kostenfrei weiter geben kann, ob ich sie modifiziert weitergeben kann und was andere dann damit weiter machen können. Insofern rücken damit für mich die Lizenzbedingungen absolut in den Mittelpunkt.

Da ich derzeit aber auch als Autor von Lehrmaterial aktiv bin, interessieren mich die Lizenzbedingungen natürlich unter dem Aspekt, welche Nutzungsformen ich für meine Materialien eigentlich erlauben sollte/möchte/könnte. Mein aktuelles Projekt ist eine Einführung in das Programmieren interaktiver Grafiken. Dabei folge ich einer gewissen Logik bei der Einführung der notwendigen Programmierkonzepte und stelle entsprechende Beispiel-Prozeduren vor. Möchte ich wirklich, dass andere sich daraus nur bedienen, Teile verwenden, Teile modifizieren, andere Prozeduren entwickeln und einsetzen? Welche Form der Qualitätssicherung bleibt mir eigentlich bei den Derivaten? Welche Form der Autoren-/Quellennennung ist mir dann wichtig?

Ein bisschen hängt damit dann auch die Motivation zusammen, überhaupt OER zu erstellen. Warum eigentlich Zeit und Engagement in die Entwicklung stecken, wenn andere damit machen können, was sie wollen und am Ende nicht einmal die Reputation als Gratifikation übrig bleibt? Ich bin jedenfalls noch unschlüssig, wie offenhOERzig ich als Autor sein soll …

Meine MOOCographie

Abgelegt unter: Fachliches, MOOC — JoWe um 20:59 am 07.04.2013

Wieder mal habe ich mich bei einem MOOC angemeldet, diesmal beim COER13 (Online Course zu Open Educational Resources). Nun gehen mir meine bisherigen MOOCs durch den Kopf. Was haben sie mir eigentlich gebracht, was habe ich gelernt?

Mein erster MOOC war der inzwischen als Auslöser der MOOC-Bewegung geltende CCK08 (Connectivism and Connective Knowledge). Mich interessierte der Kurs inhaltlich, also das Konzept des Konnektivismus und Möglichkeiten seiner Anwendung als Rahmen für Lehren und Lernen. Das Kursformat war mir dabei anfangs ziemlich unklar und ich hatte einige Schwierigkeiten, damit klar zu kommen. Natürlich war auch die - wie fast immer - fehlende Zeit für eine intensive Auseinandersetzung dafür eine Ursache. Ich lernte daraus, dass für eine (subjektiv) erfolgreiche Teilnahme ein gutes Zeitmanagement unabdingbar ist.

Die Frage Kurs oder Community beschäftigte mich auch beim nächsten MOOC, dem opco11 (OpenCourse 2011 Zukunft des Lernens). Schon da war offen, ob das C nicht passender als Camp, Clique oder Conference zu interpretieren wäre. Das daraus Gelernte konnte ich dann in die Konzeption des opco12 (Trends im E-Teaching) einbringen, bei dem ich als Mitorganisator beteiligt war und versuchte, einige Strukturierungselemente einzuführen. Mein Fazit aus diesen Erfahrungen: Offenheit und Strukturierungshilfen müssen sich nicht widersprechen, sondern sie können die Adressatenorientierung verbessern.

Beim 35-wöchigen MOOC Change 11 hatte ich mich auch angemeldet. Aber ich muss gestehen, da mich nur einzelne Themen wirklich interessierten, habe ich letztendlich fast gar nichts mitbekommen. Eine Selbstverpflichtung für einen so langen Zeitraum war nicht zu machen und eine punktuelle Teilnahme war (für mich) unergiebig.

Es folgte der MMC13 (MOOC Maker Course), an dem ich als Teilnehmer (und in Woche 2 auch als Beitragender) dabei war. Der MMC13 war eine ungewöhnliche und wertvolle Lernerfahrung, weil diesmal wirklich eine Community lebhaft, kenntnisreich und ergiebig die Themen gemeinsam bearbeitete und fortentwickelte (siehe dazu das MOOC-Maker-Wiki). Mein Fazit: Die Größe des MOOC ist nicht unbedingt entscheidend (zumindest gilt das für die cMOOCs), viel mehr das Engagement der Beteiligten.

Momentan bin ich noch mitten in meinem ersten xMOOC (mit immerhin über 6.300 TN). Es ist der Kurs Introduction to Complexity von Melanie Mitchell, der eine ganze Reihe von Themen behandelt, die mich seit langem interessieren und beschäftigt haben (Dynamik und Chaos, Fraktale, genetische Algorithmen, zelluläre Automaten, Selbstorganisation u.a.). Es gibt die typischen Videovorlesungen und Interviews mit aktiven Forschern des jeweiligen Bereichs. Das ist alles ganz gut gemacht. Angereichert ist es mit Quizzes (allerdings fast nur simple Rechenaufgaben, keine Verständnisfragen; der Sinn der Aufgaben hat sich mir nicht unbedingt erschlossen) und Hausaufgaben. Die Community (im Forum) regt sich kaum; aber auf Fragen kommen dann schon Antworten. Hier werden die manchmal durchaus anspruchsvollen Inhalte wohl eher (xMOOC-typisch?) im Einzelkämpfertum beackert.

Ab jetzt also der COER13. Ich gehe diesmal mit ganz konkreten Erwar-tungen hinein. Ich arbeite an einer Einführung in die Programmierung interaktiver Grafiken mit Logo. Das könnte interessant sein für Hobbyisten aber eben auch für LehrerInnen, die Kinder an die Programmierung heran führen wollen. Ich möchte das dann als OER zur Verfügung stellen und dabei stellen sich mir einige offene Fragen: Welches Repositorium ist dafür der richtige Ort? Welche CC-Lizenz brauche und möchte ich? Welche Einsatzszenarien sind denkbar und wie kann ich sie vorbereiten? Ich bin gespannt, ob ich bis Juni darauf Antworten gefunden habe.

meta - meta - und dann?

Abgelegt unter: Fachliches — JoWe um 22:16 am 15.01.2013

Das Buch von John Hattie Visible Learning ist schon vor vier Jahren (auf englisch) erschienen und hat seitdem ziemlich für Furore gesorgt, nicht zuletzt weil ihm zugesprochen wurde, den Heiligen Gral der Unterrichtsforschung gefunden zu haben und zwar in Form einer Meta-Meta-Analyse. Auch hierzulande wurde die Studie schon rezipiert und diskutiert. Ich empfehle Ewald Terharts Auseinandersetzung mit dem Buch.  Aber erst, wenn Martin Spiewak in der ZEIT ein Bildungsthema aufgreift, kommt es richtig in der öffentlichen Diskussion an, so wie jetzt die Hattie-Studie (z.B. bei Digitale Bildung). Nun wird heftig diskutiert über den Wert von Metaanalysen an sich und den von Hattie genannten zentralen Einflussgrößen für Lernerfolg.

Nun sind Metaanalysen nichts Neues. In meinem Bereich (das computerunterstützte Lernen) gab es solche seit Ende der 70er Jahre (die erste war wohl die Dissertation von S. Hartley; dann z.B. eine ganze Serie von Kulik & Kulik et al. zu CBT/CBI). Schon damals wurde gefragt, ob durch das Hochkumulieren nicht die entscheidenden Besonderheiten der ursprünglichen Untersuchungen verloren gehen und dadurch eher eine Scheinverlässlichkeit erzeugt wird. Eine ähnliche Sicht vertritt Hans Brügelmann in seiner kurzen, aber wichtigen und unbedingt lesenswerten Einschätzung. Zentraler Satz: Die […] verdienstvolle Verdichtung in Hatties Meta-Meta-Analyse bedeutet also, dass diese genau durch die Ablösung von den konkreten Kontexten für Praxis weitgehend ihre Bedeutung verlieren.

Ich glaube daher nicht, dass es nun ein Unterrichten “nach Hattie” geben kann (wie es die Website VisibleLearning suggeriert). Ich halte es da eher mit Joachim Kahlert (2007, S.40): Die Gestaltung von Schule und Unterricht ist nicht durch Anwenden erforschter Gesetze möglich, sondern erfordert so etwas wie aufgeklärtes Experimentieren: Hinreichend sinnvolle Vermutungen über Wirkungen leiten das Handeln, das von der Suche nach Indizien für Erfolg begleitet sein sollte.

Der letzte Punkt erinnert allerdings auch sachte daran, dass es nicht reicht, vollmundig Ziele von Maßnahmen zu postulieren, sondern dass dann auch sorgfältig zu untersuchen und zu prüfen ist, ob bzw. in welchem Grade die Ziele tatsächlich erreicht werden konnten. Dadurch kann ja dann wieder Material für Hatties nächste Megaanalyse entstehen …

Literatur

Brügelmann, H. (2013). Die Hattie-Studie: Der heilige Gral der Didaktik? GS aktuell 121, Februar 2013, S. 25-26.
Hartley, S. S. (1977). Meta-analysis of the effects of individually paced instruction in mathematics (Doctoral dissertation, University of Colorado).
Kahlert, J. (2007). Was kommt nach der Erkenntnis? Zum schwierigen Verhältnis pädagogischer Disziplinen zu der Erwartung, sich nützlich zu machen. In: Reinmann, G. & Kahlert, J. (Hsrg.): Der Nutzen wird vertagt. Bildungswissenschaften im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Profilbildung und praktischem Mehrwert. Lengerich: Pabst, S. 20-45.
Terhart, E. (2010). Hat John Hattie tatsächlich den Heiligen Gral der Schul- und Unterrichtsforschung gefunden? Eine Auseinandersetzung mit Visible Learning. In: Keiner, E. et al. (Hrsg.) (2011). Metamorhosen der Bildung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 277-292.

MOOCs als Campus Innovation?

Abgelegt unter: #opco12, Fachliches, MOOC — JoWe um 22:58 am 26.11.2012

Vor einigen Tagen habe ich meine Tagungsabstinenz unterbrochen. Der Einladung zur 10. Campus Innovation, gleichzeitig dem 10. Geburtstag des MMKH bin ich gerne gefolgt, kenne ich doch die Veranstaltung und ihre Organisatoren seit den Anfängen. Es ist durchaus ein Zeichen der Konsolidierung, dass inzwischen einige E-Learning-Einrichtungen auf diese “Lebensspanne” zurück blicken können (2013 wird sich auch e-teaching.org einreihen können). Ich habe bei der Tagung den Track eLearning besucht, mit den Themenschwer-punkten Zukunftstrends im eLearning, Lebenslanges Lernen und Weiterbildung sowie Rechtliche Aspekte. Es waren (fast) durchgängig für mich interessante Beiträge; sogar die rechtlichen Aspekte, durch für Nicht-Juristen verständliche Vorträge. Im Einzelnen brauche ich darauf nicht eingehen, denn die Folien und Aufzeichnungen sind inzwischen auf der CI-Website bereit gestellt.

Hier möchte ich kurz die Diskussion aufgreifen nach unserem eigenen Beitrag MOOCs – kurzfristiger Trend oder nachhaltiges Lehr-/Lernszenario? Das Beispiel OPCO 2012, den Claudia Bremer und ich stellvertretend für das opco12-Team vorstellen konnten:

Der opco12 (wie auch der opco11) wird von uns als cMOOC (vgl. Folien 7, 9, 12) verortet. Ich persönlich sehe dabei das c (connectivist) nicht als theoretische Verortung, denn der Konnektivismus ist für mich keine Lerntheorie (wie es G. Siemens zumindest an einigen Stellen postuliert), wohl aber ein Modell der partizipativen Organisation des Lernens, also wie in einer (temporären) Community mit- und voneinander gelernt werden kann. Auch wenn S. Downes auf meinen Vorschlag nicht reagiert hat, finde ich deshalb COOL (Cooperative Open Online Learning) eigentlich als das passendere Akronym bzw. Charakterisierung solcher Angebote. Denn diese Kurse (mit den typischen Aktivitätsmustern Orientieren, Ordnen, Beitragen und Teilen) richten sich an TN  mit hoher intrinsischer Motivation, Selbstlern-kompetenzen und - aufgrund der reinen Online-Form - auch Medienkompetenz, speziell der Nutzung Sozialer Medien.

Die cMOOCs sind m.E. eine eigenständige Veranstaltungsform (mit ihrem diskursivem Anspruch vielleicht noch am ehesten an der Veranstaltungsform Seminar orientiert), die ihre Eignung in unterschiedlichen Anwendungskontexten erst noch erweisen muss, denn allzu viele (gar übertragbare) Erfahrungen liegen einfach noch nicht vor. Zu neu und experimentell sind die bisherigen Beispiele sowohl für Lehrende wie Lernende. Zumindest im Hochschulbereich bin ich durchaus skeptisch, ob sie verstärkt für die Weiterbildung genutzt werden, ist doch die Weiterbildung nicht unbedingt eine bisher mit Elan angegangene Aufgabe der Hochschulen und wenn, dann eher als Geschäftsmodell betrieben.

Wie fast immer wenn opco11 und opco12 vorgestellt werden, kam die Anmerkung, dass das “Flair” des opco11 beim opco12 einer gewissen “Normalität” gewichen sei, diesmal in der Diskussion von Jasmin Hamadeh angesprochen. Auch Claudia geht in ihrer Nachlese auf diesen Punkt eingangs ein. Wenn man allerdings das C in MOOC nicht als Community interpretiert, halte ich das nicht für verwunderlich. Es sollte eben nicht (nur) ein Angebot der gleichen Organisatoren für die gleichen Adressaten sein, sondern ein inhaltliches Angebot an alle Interessierten in einer etwas modifizierten organisatorischen Form. Meine Anregungen zum opco12 zielten durchaus auf ein eher strukturiertes Angebot (2-Wochen-Rhythmus, Zusammenfassungen) bei gleichzeitig offenen Beteiligungsmöglichkeiten. Auch die Blogbeiträge werte ich dabei nicht als “Blogging for Badges”. Ich bin natürlich gespannt, ob die weitere Auswertung unserer Erhebungsdaten hilft, auch in diesem Punkt Genaueres über unseren eigenen Kurs zu lernen.

Es war Rolf Schulmeister, der abschließend als Keynoter (warum nennen sie das bei der Campus Innovation nicht gleich passend Schulmeister-Lecture?) die MOOCs nochmal thematisierte. Als undercover student hat er sich einige MOOCs vorgenommen, genauer einige xMOOCs (vgl. Folie 9). Seiner Kritik, dass diese Angebote nicht den selbst postulierten Ansprüchen gerecht werden, kann ich nur zustimmen. So bemängelt er mangelnde Betreuung, fehlende didaktische Konzepte und der Bildungszugang in Dritteweltländern wird durch sie (bisher) auch nicht verbessert. Aber auch diese Kurse sind bisher erste experimentelle, und damit verbesserungsfähige Angebote. Einen großen Vorteil sehe ich jedenfalls in der Offenheit der Kurse, die es Rolf erlaubte, so genau hinzusehen. Bei Lehrenden in Liveveranstaltungen wäre es eher verpönt, sich (ungefragt) dem Urteil des Hochschul-didaktikers auszusetzen.

So wäre doch eine Liste der MOOCs denkbar mit “Kundenrezensionen”, wie wir es von Amazon u.a. kennen. Das würde es Interessenten deutlich erleichtern, die Eignung für die eigenen Ziele, gemessen an den eigenen Vorkenntnissen, Zeitbudget usw. zu beurteilen. Oder gibt es sowas sogar schon irgendwo?

Programmieren für Alle?!

Abgelegt unter: (Net)Logo, Fachliches — JoWe um 21:33 am 21.09.2012

Interessanterweise lebt eine Diskussion wieder auf, die wir in den 80er Jahren schon einmal hatten: Sollen alle Programmieren lernen? Damals gab es damit verbunden heftige Diskussionen darüber, welches dann die geeignete (Schul-) Programmiersprache sei (vgl. dazu LOG IN, Heft 3/83). Die Problematik hat Douglas Rushkoff  in seinem Buchtitel auf den Punkt gebracht: Program or be Programmed (ein kurzer Auszug findet sich hier). Darin bezeichnet er das Programmieren als die Kulturtechnik des digitalen Zeitalters. Damit ist er nicht alleine (Dan Rowinski, Sacha Greif), aber natürlich gibt es auch Gegenwind (Jeff Atwood). Dabei geht es ja nicht um die Ausbildung professioneller Programmierer; die dauert lange (Peter Norvig).

Nun kann und möchte ich hier gar nicht die Diskussion darüber aufarbeiten. Ich finde es allerdings schon sehr wichtig, den Computer auch als Werkzeug zum Problemlösen kennen zu lernen und dazu sollten auch Erfahrungen damit gehören, wie er programmiert werden kann. Nicht zufällig bietet das OLPC-Projekt deshalb auf dem XO-Laptop geeignete Programmierumgebungen an (Turtle Blocks, Etoys).

Mir selber macht es einfach Spass, interessanten Fragestellungen nachzugehen und sie mit Hilfe eigener Programme besser zu verstehen. Mich interessieren dabei vor allem interaktive Grafiken und die Simulation ökologischer Systeme. Dabei sind für mich besonders solche Programmierumgebungen interessant, die das Arbeiten ohne Einstiegshürden erlauben, insbesondere auch solche, die den Ansatz der visuellen Programmierung umsetzen. Die gibt es inzwischen in großer Zahl, wie diese Übersicht zeigt.

Ich habe mir deshalb vorgenommen, die Diskussion um das Programmieren für Alle, entsprechende Konzepte und Werkzeuge genauer zu verfolgen und zu dokumentieren. Das wird nicht nur hier im Blog mit weiteren Beiträgen erfolgen, sondern vor allem in scoop.it. Meine derzeitigen Stichworte dazu sind u.a. Netlogo, Scratch, Squeak, Processing. Für Hinweise auf entsprechende Links zum Thema bin ich deshalb dankbar.

Tagungsabstinenz

Abgelegt unter: Fachliches — JoWe um 16:25 am 06.09.2012

Traditionell ist der September der wichtigste Tagungsmonat meiner Fachcommunity. So auch dieses Jahr: Vom 10.-13.9. die GMW 2012 in Wien, vom 11.-13.9. die ALT-C 2012 in Manchester und vom 24.-26.9. die DeLFI 2012 in Hagen. Zum ersten Mal seit Jahren werde ich diesmal an keiner der Tagungen teilnehmen können (bei mir nun fehlendem Dienst-reiseetat würde u.a. eine reduzierte Tagungsgebühr für “Ehemalige” helfen, was ich bei allen drei vermisse). Immerhin gibt es die Tagungsbände bereits online (jedenfalls bei der GMW und der ALT), was mir die Möglichkeit gibt, inhaltlich auf dem Laufenden zu bleiben. Bei der ALT wird es auch Live-Streams der Keynotes und Invited Speaker Sessions geben. Mindestens bei GMW und DeLFI hoffe ich natürlich auf eifrige Twitterer.

Die GMW ist für mich schon eine besondere Community, habe ich doch seit 1996 in Siegen keine einzige Tagung versäumt. Es war die erste, die die neuen Entwicklungen an den Hochschulen aufgriff und thematisierte: Virtueller Campus: Forschung und Entwicklung für Neues Lehren und Lernen. Das korrespondierte bestens mit meinen damaligen eigenen Aktivitäten in diesem Bereich. Mit dem Tagungsband begann auch die Reihe Medien in der Wissenschaft beim Waxmann Verlag in der Form, wie wir sie heute kennen. Band 9 war dann der Band zur Tagung in Tübingen (Helga Krahn & Joachim Wedekind (Hrsg.): Virtueller Campus ’99. Heute Experiment – morgen Alltag?), die ich mit meinem damaligen Team vom Kompetenzzentrum für Multimedia und Telematik organisierte. In der Folge hatte ich über die Jahre in unterschiedlichen Rollen die Aktivitäten der GMW nicht nur begleitet, sondern auch mitgestaltet (Mitglied des Vorstands, Editorial Board und als Wissenschaftlicher Leiter des MEDIDA-PRIX).

Insofern bin ich selber gespannt, ob und wie ich den Draht zu dieser Community und den Fragestellungen der GMW behalten werde. Bin schongespannt auf den Tagungsort 2013.

#opco12: MOOC? COOL!

Abgelegt unter: #opco12, Fachliches, MOOC — JoWe um 23:24 am 24.07.2012

Nun ist der OpenCourse 2012 nach 14 Wochen auch schon wieder vorüber. Letzten Freitag fand er für ca. 50 Interessierte den Abschluss mit einer Tagung in der angenehmen Atmosphäre des Gästehauses der Universität Frankfurt. Neben einer Einordnung des opco12 in die “MOOC-Bewegung” (Folien dazu von mir und Claudia) und ersten Zahlen aus den Umfragen und Logdaten (Folien von Simone, Markus & David) gab es Vorträge von Johannes Moskaliuk (Folien) und Volkmar Langer (Folien), die die Veränderungen klassischer Lehrformate durch offene Kurse problematisierten.

Derzeit laufen natürlich noch weitere Auswertungen; eine abschließende Bewertung des Kurses ist daher sicher noch zu früh. Ich möchte deshalb hier nur drei subjektive Aspekte ansprechen:

In meinem einleitenden Tagungsbeitrag habe ich die Klassifikation der MOOCs von Rodriguez aufgegriffen, der das AI-Format (also MOOCs nach dem Muster des berühmten Kurses Introduction to Artificial Intelligence von Thrun & Norvig; inzwischen 11 entsprechende Kurse bei udacity) von c-MOOCs unterscheidet (also konnektivistische MOOCs nach dem Vorbild des Kurses CCK08 von Downes & Siemens). John S.F. Mak (via V. Langer) hat das noch weiter differenziert in instruktivistischer Ansatz (vgl. AI-Kurs), kognitivistischer Ansatz (Beispiel eduMOOC), konstruktivistischer Ansatz (Beispiel mobiMOOC), sozial-konstruktivistischer Ansatz (wer kennt dazu ein typisches Beispiel?) und konnektivistischer Ansatz (Beispiel Change11). Darauf habe ich verzichtet und neben c-MOOCs und AI-Format nur noch Blended MOOCs unterschieden (vgl. Moskaliuks ocwl11).

Auch wenn es Stephen Downes (zurecht) gegen den Strich geht, massive OOCs werden mittlerweile eher mit dem AI-Format assoziiert. Für mich ist die TN-Zahl auch nicht das entscheidende Merkmal; insofern überlege ich ernsthaft Downes & Siemens vorzuschlagen, das Akronym MOOC den Machern der Kurse im AI-Format zu überlassen und ein neues Akronym zu verwenden:

COOL Cooperative Open Online Learning

Vermutlich werden sie es dann eher als Connectivist Open Online Learning interpretieren. Für mich benennt aber das C = Cooperative eher das entscheidende Merkmal dieser Kursform, nämlich die (zeitlich beschränkte) Zusammenarbeit der TN mit dem Ziel, von- und miteinander zu lernen. Das hat m.E. auch den OpenCourse 2012 charakterisiert.

Zur Einschätzung von Claudia, der opco12 habe eine “andere Atmosphäre”, weniger Teilnehmeraktivität und weniger neue Formate gehabt, also “die Rucksacktouristen sind diesmal nicht mehr dabei, die sind schon woanders”: Da stellt sich natürlich die Frage (wie sie von Astrid Christofori per Tweet auch prompt gestellt wurde),  wo diese denn geblieben sind. Wenn wir das C in MOOC als Kurs interpretieren und nicht als Community, dann ist es sowieso wenig verwunderlich (und eigentlich erfreulich), dass wir einen weitgehend neuen TN-Kreis angesprochen haben, ist doch das diesjährige Thema der Trends nicht sooo weit entfernt vom letztjährigen Thema Zukunft des Lernens.

Wenn ich recht erinnere, wurde beim opco11 auch viel über das Kursformat selber diskutiert/gebloggt. Das war dieses Jahr nicht mehr der Fall und die Beiträge konzentrierten sich eher auf die Inhalte der Themenblöcke. Ich unterstelle einmal, dass dies nicht nur den Badges (Blogging for Badges) geschuldet ist, sondern auch dem Interesse an den Themen. Bei den Wünschen an zukünftige opcos kam auch der Vorschlag, andere Inhaltsbereiche in MOOCs zu behandeln, um wegzukommen von den selbstreferentiellen e-Learning-Themen, die die bisherigen c-MOOCs dominierten. Ich fände es ja spannend mal eine thematisch fokussierte virtuelle Ringvorlesung als Studium Generale anzubieten. Das wäre dann eben kein e-Learning-Thema mehr und könnte eine große Adressatenschaft ansprechen.

Ich selber habe nun erstmal vor, meine Programmierkenntnisse zu vertiefen und werde wohl bei der Codecademy einsteigen. Ich bin gespannt …

Begriffswirrwarr: Edupunk, MOOC - schon Mainstream?

Abgelegt unter: #opco12, Fachliches, MOOC — JoWe um 14:38 am 20.06.2012

Manchmal möchte man gerne wissen, wie eigentlich recherchiert wurde, wenn dann so ein Interview-Artikel von Alexandra Werdes herauskommt, wie in der letzten (ansonsten von mir geschätzten/abonnierten) ZEIT: Die Edupunks kommen! (leider nur auf totem Holz verfügbar). Die Überschrift sichert Aufmerksamkeit, auch wenn der Begriff Edupunk nur beiläufig auftaucht und ausgerechnet auf den Edupunks’ Guide von Anya Kamenetz verwiesen wird, die nach Ansicht von Stephen Downes “is obviously not familiar with any of the ideas and trends characterizing edupunk, do-it-yourself, informal, online, or community-based learning”. Das trifft großteils auch auf das ZEIT-Interview zu.

Befragt wird Prof. Ayad Al-Ani (Professur Strategy, Organizational Behavior, and Human Resources) von der ESCP Europe. Dass er mir bislang weder in den bisherigen Förderprogrammen zum E-Learning  (des Bundes und der Länder, die er im Vergleich zu Südkorea (?) und Großbritannien als moderat einstuft) aufgefallen ist, noch als Praktiker (z.B. durch umgedrehte Vorlesungen), mag meiner selektiven Wahrnehmung geschuldet sein. Auf Nachfrage führt er ja 20 Jahre Erfahrung in der Unternehmensberatung an, wo “seit vielen Jahren auf elektronische Wissensvermittlung gesetzt” wird (Frage an Jochen Robes: Ist das dort wirklich schon die gängige Praxis?). Mein Verdacht ist allerdings eher, dass hier jemand mit Aussensicht und anderen als didaktisch-methodisch motivierten Kriterien an die Hochschullehre herangeht. Immerhin, Herr Al-Ani “spürt, dass man den Leuten nicht mehr als zwei Stunden am Stück etwas erzählen kann”.

Jedenfalls nimmt er im Wesentlichen elektrifizierte Vorlesungen wahr. So nennt er die üblichen Verdächtigen, also iTunesU mit deutschem Vorzeigebeteiligtem LMU München. Überhaupt die großen Namen: Warum eine BWL-Grundvorlesung? “Man könnte stattdessen eine hervorragend produzierte Vorlesung aus Stanford in den Lernkanon aufnehmen …”, angeboten von “medienattraktiven Superstars”. Kein Wunder, dass dannn auch als MOOC-Beispiele im Kasten “Bildung für alle” natürlich Prof. Thruns KI-Vorlesung sowie edX und Coursera genannt werden. Ausgerechnet die elektronischen Varianten klassischer Vorlesungen und nicht die MOOCs im Sinne von Downes und Siemens, die dem Edupunk deutlich näher stehen … abgesehen davon, dass mit opco11, ocwl11 und opco12 inzwischen auch deutschsprachige Experimente genannt werden könnten.

Herr Al-Ani  landet am Ende dann doch wieder beim Blended Learning, dem “Unterlegen mit einer interaktiven Lernschleife”. Statt Top-Down-Wissensvermittlung sieht er Lernen in 1:1-Beziehungen. Er (man?) spricht dann von “lateralem Lernen”. Ich kannte bisher nur laterales Denken (umgangssprachlich auch Querdenken genannt). Aber vielleicht hat Herr Al-Ani das aufgrund seines fachlichen Hintergrundes von lateralem Führen abgeleitet. Interessanterweise greift er auch das (umstrittene) Konzept der Lehrprofessuren auf, denn die sollen dann Mentoring und Tutoring übernehmen. Und ganz am Ende des Interviews läuft es dann auf neue Geschäftsmodelle hinaus (Gabi Reinmann hat das bereits kritisch vermerkt): Scouts helfen Studierenden beim Lernpfad-Management und Agenturen suchen Angebote nach “Interessen und Budget” heraus.

Wer also als Außenstehender mit diesem Artikel in der Rubrik Chancen einen notgedrungen knappen aber adäquaten Einstieg in die Veränderung der Hochschullehre durch neue, offene Netzangebote sucht, der wird fehlgeleitet, denn hier führt die Platzbeschränkung zu einer sehr einseitigen Situationsbeschreibung und Perspektiveneinschätzung. Schade.

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