Gastbeitrag Prof. Hisgen … meine MOOCs (Glosse 36)

Abgelegt unter: #opco12, Glosse, MOOC — JoWe um 15:47 am 27.01.2013

Vorbemerkung: Auch wenn er nicht in der Liste der angemeldeten TN auftaucht, so hat Prof. em. Hisgen die 1. Woche des MMC13 offensichtlich doch genau verfolgt und berichtet nun wie immer seiner Ex-Kollegin Prof. em. Katharina Latsch von seinen Überlegungen:

Liebe Katharina,

hast du auch den MakerMOOC verfolgt? Da kam ja eine Einschätzung von Anja Lorenz, die mich nachdenklich machte: Können Teilnehmer eines MOOCs an einem MOOC teilnehmen, und dann erst diskutieren, was ein MOOC überhaupt ist? …klingt beknackt, war aber so.

Vielleicht gibt es ja doch mehr Varianten, als bisher diskutiert wurden. Habe also mal meinen MIKE (Massiv Ironischen Kürzel Erfinder) angeworfen, ein paar inhaltliche Parameter gesetzt und bekam folgende Vorschläge:

  • MOOL - Massive Open Online Lectures
  • MOOS - Massive Open Online Seminars
  • MOOP - Massive Open Online Projects
  • MOPS - Massive Open ProSeminars

Mit gelockerten Parametern spuckte das Maschinchen auch noch folgendes aus:

  • MORSE - Möglichst Ohne Restriktionen Selbstlernen Erlauben
  • MUEDE - Massive Use of EdTech in Distance Education
  • MIEF - Massiv Internet Erfordernde Fortbildungen
  • MUELL - Massive UnderEstimated Lifelong Learning

Mal sehen, welche dieser Varianten sich durchsetzen können.

erfinderische Grüße, dein Edgar

Gastbeitrag Prof. Hisgen … Infografik 50 Jahre bildungstechnologische Innovationen (Glosse 35)

Abgelegt unter: Glosse, Visualisierung — JoWe um 20:51 am 13.01.2013

Vorbemerkung: Prof. Hisgen informiert seine Kollegin Prof. Katharina Latsch über seine ersten Ruhestandsaktivitäten, eine MOOC-Teilnahme. Damit liegt er ja absolut im Trend.

Liebe Katharina,

endlich habe ich es geschafft, an einem MOOC teilzunehmen,  nämlich dem Kurs Introduction to Infographics and Data Visualization, so richtig mit allem, Videos gucken, Papiere lesen und Quizzes. Für die Wochenaufgabe - das Erstellen einer Infografik - habe ich mich von einer Grafik anregen lassen, die ich über M. Gleeson gefunden hatte. Statt der Trends habe ich mal 50 Jahre Historie bildungstechnologischer Innovationen visualisiert; das sollte dir ja alles bekannt vorkommen …

innovative Grüße, Dein Edgar

Die Ausgangsgrafik ist der Illustration in einem Studienbrief des DIFF nachempfunden. Das Original aus den 80ern konnte ich nicht mehr finden. Daher Dank an einen unbekannten Grafiker. JW

Gastbeitrag Prof. Hisgen … multiple Karteileiche (Glosse 34)

Abgelegt unter: Glosse, MOOC — JoWe um 17:17 am 11.11.2012

Vorbemerkung: Nach ihrer Pensionierung haben Prof. Edgar Hisgen und Prof. Katharina Latsch zwar ihre Korrespondenz weiter geführt (dabei inzwischen vom Sie aufs Du gewechselt), aber meist zu typischen Rentnerproblemen (wie z.B. Kreuzworträtseln als Demenzprophylaxe). Wenn sich aber - wie heute - thematische Bezüge zu diesem Blog ergeben, dann sollen ihre Mails auch hier wieder ihren Platz finden:

Liebe Katharina,

selber einen MOOC zu veranstalten hat es in meiner aktiven Zeit leider nicht mehr gereicht. Dafür wollte ich die neu gewonnene Freiheit dazu nutzen, um interessante Themen systematischer anzugehen. Dafür scheinen mir MOOCs bestens geeignet. Es gibt ja inzwischen ein unglaublich vielfältiges Angebot - schau nur mal hier oder hier; eigentlich die ideale Senioren-Universität.

Also habe ich mich letzten September gleich mal bei vier Kursen angemeldet. Leider bin ich aber doch durch andere Aktivitäten blockiert, habe Handwerker im Haus und zig Arzttermine; du kennst sowas ja. Deshalb wird es nix mit den MOOCs und ich bin nun eine multiple Karteileiche … Wenn ich davon ausgehe, dass bei vielen anderen MOOC-TN auch die guten Vorsätze von den Erfordernissen des Alltags überholt werden, dann hat das M der MOOCs vermutlich einen MAKeL (nämlich den Massiven Anstieg an KarteiLeichen).

Ganz untote Grüße, Dein Edgar

Gastbeitrag Prof. Hisgen … Chancen & Risiken (Glosse 33)

Abgelegt unter: Glosse — JoWe um 18:38 am 11.01.2012

Auf dem weihnachtlichen Gabentisch hat Prof. Hisgen (hier bekannt durch seinen Briefwechsel mit Kollegin K. Latsch) ein Statistik-Buch gefunden, dass er sofort gründlich durchgearbeitet hat: Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt. Die Welt in überwiegend lustigen Grafiken. Nun reifen bei ihm Pläne, selber mit Grafiken an die Öffentlichkeit zu gehen:

Werte Kollegin Latsch,

wie Sie bei unserer langjährigen Zusammenarbeit ja mitbekommen haben, bin ich ein Fan der deskriptiven Statistik, hilft sie doch, insbesondere mit einsichtigen Grafiken, aus drögen Zahlen überraschende Einsichten zu gewinnen. Der neue Band von Berlin & Grünlich (2012) hat das Zeug, in dieser Hinsicht ein Standardwerk zu werden. Da sollten Sie unbedingt mal reinschauen.

Wie Sie sich nun wahrscheinlich schon gedacht haben, bin ich dabei, auch in unserem Themenfeld mit solchen Grafiken unbekannte Sachverhalte zu illustrieren. Ich füge ein Beispiel bei, das für sich sprechen sollte. Es geht um die Chancen & Risiken, die von unterschiedlichen Akteuren mit den digitalen Medien in der Bildung verbunden werden:

Weitere Grafiken sind in Arbeit - und wenn Sie daran interessiert sind, kann ich Sie Ihnen gerne bei Gelegenheit zukommen lassen.

beschäftigte Grüße, Ihr Prof. Hisgen

Gastbeitrag Prof. Hisgen … mooc-mooc-mooc (Glosse 32)

Abgelegt unter: Glosse, MOOC — JoWe um 20:07 am 11.11.2011

Prof. Hisgen, eigentlich durch und durch Individualist (und hier bekannt durch seinen Briefwechsel mit Kollegin K. Latsch) hat auch das Crowd-Fieber gepackt, denn er plant nun selbst einen MOOC:

Werte Kollegin Latsch,

derzeit habe ich ein Freisemester - aber doch nicht frei: Ich bin Dauerteilnehmer bei MOOCs (Massive Open Online Courses), inzwischen bereits bei meinem dritten, dem Change 2011 (puh, noch 30 Wochen vor mir …). Ich habe ja selber schon Anfängervorlesungen vor 400 Studierenden gehalten, aber gleich für Tausende? Rekordhalter und reif fürs Guinness Buch der Rekorde dürfte wohl der Kurs der Stanford University Online Introduction to Artificial Intelligence sein, mit über 200.000 Teilnehmern - und das bei so einem speziellen Thema!

Daran werde ich mich nicht messen lassen, aber ich verrate Ihnen hiermit, dass ich auch einen MOOC plane. Als alter Musik- und Apple-Fan, der sich noch an die Aufforderung Rip, Mix, Burn erinnert, gebe ich diese Aufforderung leicht abgewandelt nun an meine Teilnehmer weiter: Aggregate, Remix, Repurpose, Feed Forward. Ich halte das für einen genialen Trick von Downes, Siemens & Cormier (die den MOOC Change 2011 moderieren), die Verantwortung für das eigene Lernen den Teilnehmern zu übergeben. Mit den Hashtags für meinen Kurs bin ich jedenfalls nun wieder ganz vorne mit dabei … #mobiles, #kollaboratives, #konstruktivistisches und #konnektivistisches Lernen!

Statt eines toi-toi-toi bitte ich um mooc-mooc-mooc! Ihr Prof. Hisgen

Anmerkung des Hrsg.: Hoffentlich macht es sich Prof. Hisgen nicht gar zu einfach:

Thinking Through
by: glencochrane

Gastbeitrag Prof. Hisgen … Kur(s)konzert bei #opco11 (Glosse 31)

Abgelegt unter: #opco11, Glosse — JoWe um 12:03 am 21.06.2011

Prof. Hisgen (hier bekannt durch seinen Briefwechsel mit Kollegin K. Latsch) nimmt an einer Fortbildung teil, kostenlos und webbasiert, dem OpenCourse 2011. Mit teilnehmer-aktivierenden Methoden hat er aber wohl so seine Schwierigkeiten:

Werte Kollegin,

als Fan von Musikfestivals war ich zunächst begeistert von der Idee, im opco11 ein Festival mit mehreren Konzerten zu besuchen. Nachdem ich die Planung genauer angesehen habe, hat sich meine Begeisterung rasch gelegt.

Für die reifere Generation (es hilft ja nix, liebe Kollegin, dazu müssen wir uns nun zählen lassen) gibt es ein Fest der Volksmusik. Irgendwie muss unser Kollege Juniorprofessor Spannagel dabei aber wohl an die 80+ gedacht haben. Sie und ich sind doch mit Led Zeppelin und den Stones aufgewachsen - die höre ich noch heute bei (notgedrungen) voller Lautstärke. Da gehe ich dann wohl besser ins Alternativkonzert.

… obwohl, habe nun Zweifel, ob ich überhaupt hin soll. Das Ganze bekommt inzwischen fast den Charakter der Fischer-Chöre. Wir - nicht der Veranstalter - proben fürs Konzert, er dirigiert nur noch die Aufführung. Das unterläuft radikal meine Konsumentenhaltung als Festivalbesucher. Naja, da ich eine Freikarte habe, werde ich mal hingehen. Bin gespannt, ob das mit der Parallelaufführung klappt … synchron und polyphon. Ich werde Ihnen den Link zur Aufzeichnung dann posten.

monophone Grüße, Ihr Prof. Hisgen

Gastbeitrag Prof. Hisgen … C-Learning (Glosse 30)

Abgelegt unter: #opco11, Glosse — JoWe um 16:59 am 08.06.2011

Gerade noch wurde M-Learning diskutiert, da ist seit Montag das Cloud-Computing in aller Munde, Apple mit iCloud sei Dank. Prof. Hisgen (hier bekannt durch seinen Briefwechsel mit Kollegin K. Latsch) findet, damit wird es Zeit, einen neuen Begriff zu prägen:

Werte Kollegin,

bei meiner Übersichtsfolie digitaler Lehr-/Lernformen hatte ich eigentlich seit Jahren nichts mehr geändert. M-Learning gibt es ja nun auch schon länger als Begriff, als viele meinen. Erst letzte Woche äußerten sich etliche dazu im OpenCourse 2011. Die dort diskutierte Zukunft des Lernens liegt aber in den Wolken! Ich beanspruche deshalb die Urheberschaft für C-Learning, das Cloud-Learning, das Lernen in den Wolken … korrigierte Folie anbei.

Gruß, ihr Prof. Hisgen

PS: Mist, das mit der Urheberschaft klappt nun doch nicht: c-learning steht, man glaubt es nicht, short for conventional learning, it refers to conventional teaching and learning within a brick-and-mortar classroom facility.

Mail an Prof. Hisgen … (Glosse 29)

Abgelegt unter: Glosse — JoWe um 14:39 am 08.06.2011

Gestern ist der 29. Newsletter von e-teaching.org erschienen. Wie immer findet sich auf der letzten Seite die Glosse, diesmal eine Mail von Frau Prof. K. Latsch an ihren Kollegen Prof. Hisgen, die ich wie üblich auch hier dokumentiere. Die Plagiatsaffäre hinterlässt ihre verspäteten Spuren …

Ist wirklich “alles nur geklaut …“? Web 2.0-Anhängerin K. Latsch denkt den Ansatz konsequent weiter und kann sich noch andere Verwertungsmöglichkeiten vorstellen.

Werter Kollege,

nachdem sich der Trubel um promovierende Politiker ein wenig gelegt hat, sollten wir uns doch mal die positiven - wenn auch unbeabsichtigten - Nebenwirkungen ihres Vorgehens vornehmen und vorurteilslos weiter denken. Eigentlich haben KTzG u.a. doch nur die Prinzipien des Web 2.0 konsequent umgesetzt und ihre Dissertation als MashUp konzipiert. Wir können doch nicht immer die Weisheit der Vielen beschwören und uns dann beschweren, wenn diese produktiv genutzt wird. Als Vorreitern sind KTzG u.a. vielleicht ein paar Anfängerfehler unterlaufen, aber grundsätzlich bieten sich dadurch doch allen Beteiligten neue Chancen.

Pingelige Kommissionen sollten wir überzeugen, dass User Generated Dissertations (UGD) eine unaufwändige Erhöhung der Promovendenzahlen erlauben. Wie oft finden gute Ideen und Texte nicht den krönenden Abschluss in einer Dissertation, weil ihre UrheberInnen gar nicht an diese Möglichkeit gedacht oder den Aufwand gescheut haben. Aber durch den Einbau in eine UGD könnten solch zögerliche Charaktere dann problemlos mitpromoviert werden. Das ist weder für sie noch für die Betreuer ein Mehraufwand, eigentlich eine klassische Win-Win-Situation. Ich glaube, ich werde das unseren Juristen mal zur Prüfung vorlegen.

Originale Grüße von Ihrer
K.L

GMW10 - Abendlecture

Abgelegt unter: Glosse — JoWe um 10:56 am 21.09.2010

Nach der Abendlecture über Die Twitterkultur der Edu-Community von Koni und mir am Conference Dinner der GMW 2010 wurden wir mehrfach nach den Folien bzw. einer Aufzeichnung gefragt. Nun habe ich aus dem Audiomitschnitt (ad hoc mit einem iPod gemacht, deshalb mäßige Qualität) und den Folien ein kleines Video angefertigt. Das Live-Erlebnis ist dadurch natürlich nicht zu ersetzen …

Antennagate

Abgelegt unter: Allgemein, Glosse — JoWe um 18:03 am 24.07.2010

Mit dem aktuellen Antennenproblem des iPhone 4 sorgt Apple für einige Aufregung. Kein Wunder, dass es auch etliche witzige Kommentare - sogar Videos - provoziert hat. Mit am besten hat mir der Bezug zu Apples legendärer Werbe-Kampagne “Think Different.” (1997) gefallen …

(Bildnachweis: links Wikipedia, rechts Originalquellen über macwelt.de nicht nachvollziehbar)

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