Seitenwechsel

Abgelegt unter: #opco11, #opco12, Fachliches, MOOC — JoWe um 10:29 am 02.02.2012

Nun ist sie also raus, die Ankündigung zum #opco12, dem neuen OpenCourse 2012. Das Thema sind Trends im E-Teaching und dazu soll der Horizon Report unter die Lupe genommen werden. Als Veranstalter kooperieren studiumdigitale und Weiterbildungsblog, namentlich Claudia Bremer und Jochen Robes, die ihre Erfahrung aus dem opco11 einbringen, das Multimedia Kontor Hamburg mit Marc Göcks, welches die deutsche Version des Horizon Reports verantwortet und e-teaching.org mit dem Hintergrund mehrerer Themenspecials und Dutzenden Online-Events.

Beim #opco11 war ich Teilnehmer und habe den Kurs auch hier kritisch begleitet. Nun bin ich auf der anderen Seite gelandet und mit den vielen anderen Beteiligten noch eifrig dran, Konzept und Inhalte zu finalisieren. Gar nicht so einfach, bei einem bewährten Konzept methodische Impulse zu setzen - und natürlich die Hoffnung, dass das Konzept dann Anklang finden wird.

Bin jedenfalls als Mitveranstalter mindestens so gespannt auf den Kurs, wie ich es als Teilnehmer wäre. Die ersten Reaktionen, die praktisch Minuten nach der Ankündigung schon eintrudelten, lassen auf rege Teilnahme hoffen, so dass aus dem Open Online Course wirklich wieder ein Massive Open Online Course werden könnte.

#opco11 - Kurs oder Community?

Abgelegt unter: #opco11, Allgemein — JoWe um 23:09 am 15.07.2011

Jetzt ist er schon wieder rum, der OpenCourse 2011! Mit der Selbstreflexion über den Kurs am 13.07.fand er seinen Abschluss. Den Veranstaltern, insbesondere Claudia Bremer und Jochen Robes nochmals Dank und großes Lob, dass sie dieses Experiment (das er ja für Veranstalter und TN gewesen ist) gewagt haben.Das war also der erste deutschsprachige MOOC:

  • M wie Massive: Sicher erfüllt, hatten wirklich große TN-Zahl (>900). Wobei ich mich inzwischen frage, ob das M hilfreich ist zur Charakterisierung solcher Angebote. Zunächst ist es ja faszinierend, eine so große Zahl an Interessenten anzusprechen. Aber offensichtlich viele Lurker und eine unbekannte Zahl an “Karteileichen”. Offen bleibt, ob auch eine geringere TN-Zahl gleichen Level an aktiver Beteiligung (Bloggen, Twittern) generiert hätte.
  • O wie Open: Erfüllt, denn der Kurs war tatsächlich offen für alle. Für Anbieter aus den Hochschulen (wie hier studiumdigitale der Frankfurter Universität) erstmal eine neue Situation, weil das Profil der TN (bis auf Ausnahmen) nicht bekannt ist und auch eine Abstimmung der “Kursziele” mit möglichen Erwartungshaltungen nicht abgestimmt werden konnte. Wie wissenschaftlich, theorielastig darfs dann noch sein? Wie ist es zu schaffen, von Praxisproblemen auf wissenschaftliche Bearbeitung/Reflexion hinzuführen (bzw. umgekehrt)? In welchen Wochen das gelungen ist, wird wohl unterschiedlich beurteilt werden (meine Favoriten: Woche 4 und Woche 6).
  • O wie Online: Erfüllt, denn alles lief online ab.
  • C wie Course: Tja, war es ein Kurs? Mir fehlten dazu klarere Ziele und Vorstrukturierungen (vgl. meinen Halbzeit-Beitrag) - jedenfalls anfangs. Denn ich bin ja dabei geblieben und fand es durchaus gewinnbringend, was ich aus der (für mich nach wie vor unstrukturierten) Infoflut dieses MOOCs so alles herausfiltern konnte. Das aber eher, weil opco11 sich mehr und mehr als eine Community erwies (also vielleicht besser C wie Community?), in der gemeinsame Fragen - angeregt durch die Mittwoch-Events - aus unterschiedlichen Perspektiven weiter verfolgt wurden.

Insgesamt habe ich einiges aus dem Kurs gelernt, letztlich damit auch über die Zukunft des Lernens? Jedenfalls kann ich einiges davon in unsere Planungen bei e-teaching.org einbringen (darüber sollten wir dann mal reden, Claudia, gelle …).

PS: Übrigens hatte ich zwischendrin auch mal den Drang, die technischen Probleme (Ustream muckte oft, Etherpad-Beschränkung (16 TN) war blöde) zu kritisieren. Habs mir dann verkniffen, denn letztlich war es (bei mir) nicht wesentlich für den Mehrwert des opco11 - und leidgeprüft, wie ich selber aus e-teaching.org-Veranstaltungen bin, kann ich inzwischen vieles so akzeptieren, wie es gelaufen ist. Was nicht heißt, dass vermeidbare Probleme zukünftig nicht auch vermieden werden sollten!

#opco11 - Wileys Modell für MOOCs

Abgelegt unter: #opco11, (Net)Logo — JoWe um 13:53 am 13.07.2011

Schön, dass ich damit den OpenCourse 2011 und mein Interesse für Netlogo zusammen bringen kann: In der Diskussion über die Rolle von MOOCs mit George Siemens hat David Wiley den Versuch eingebracht, die Unterstützung von Lernenden in sozialen Netzen zu modellieren und in Netlogo zu simulieren.

David stellte die Frage, ob MOOCs Lernen effektiv unterstützen können und formulierte einige Vorbehalte. Die damit ausgelöste Diskussion ist für sich lesenswert (am besten dieses lesen und dieses, mitsamt den Kommentaren!). In seinem OSOSS-Modell (Online Self-Organizing Social System) kann nun der Einfluss tutorieller Hilfe in Online-Kursen simuliert werden. Dazu einfach Netlogo installieren (benötigt Java), die Modell-Datei herunterladen und loslegen …

Eine knappe Dokumentation findet sich programmintern (Menüpunkt Information). Wiley weist dort selber auf die Einschränkungen seines Modells (die Grundannahmen) hin, die einem auch schnell deutlich werden, wenn die Parameter variiert und dann die Ergebnisse verglichen werden. Der Vorteil von Netlogo ist aber, dass das Modell mit ein wenig Programmierinteresse ausgebaut werden kann. Mal sehen, obs mir in der Sommerpause dazu reicht …

#opco11 - Nur Zaungast beim Festival

Abgelegt unter: #opco11, Allgemein — JoWe um 12:17 am 27.06.2011

Urlaubsbedingt war ich ein paar Tage offline, deswegen kommt mein Kommentar zum ITG-Festival eigentlich zu spät, geht doch jetzt schon die Vorbereitung zum Microlearning los. Auf Christians Anregung hin schiebe ich ihn trotzdem hinterher.

Am OpenCourse 2011 interessieren mich zwei Aspekte, zum einen die Zukunft des Lernens (das übergreifende Thema des Kurses), aber zugegebenermaßen auch das Setting des Kurses selbst (MOOC) - da hoffe ich für unsere eigenen Online-Veranstaltungen viel zu lernen.

Letzte Woche kam ich mir nun vor wie im Uni-Seminar: Prof gibt Themen mitsamt Arbeits-aufträgen für Gruppenarbeit vor. TN arbeiten brav mit, sind aktiv und begeistert bei der Sache … jedenfalls fast alle, wie ich den Reflexionen entnehme. Die (meisten) TN des opco11 waren dabei ziemlich leidensfähig; sie haben die technischen Unzulänglichkeiten toleriert. Ich dagegen war erstmal leicht genervt, weil Ustream zickte. Connect von Anfang an wäre da wohl besser gewesen. In meine gewünschte Gruppe kam ich auch nicht rein, weil Etherpad ein Personenlimit hatte (von dem die Organisatoren wohl genauso überrascht waren, wie wir TN). Schon mal gelernt, dass produktive Gruppenarbeit synchron online verdammt schwierig sein kann.

Ich habe die inhaltliche Arbeit also erst danach lesen und würdigen können. Ok, richtig würdigen nicht, weil schon wieder die Zeit fehlt, gründlich zu lesen. An einigen Stellen habe ich aber interessante Aspekte und Hinweise gefunden, an vielen Stellen auch sattsam Bekanntes (für jemand, der beim kbom dabei war z.B. Konzert 1 und Konzert 2 ). Wenn das für die Zukunft des Lernens fruchtbar werden sollte, müsste wohl noch deutlich länger drüber nachgedacht werden - es kam ja auch schon der Vorschlag zur Verstetigung in der Post-OpCo11-Ära. Da bin ich skeptisch. Lieber wäre mir inzwischen, nicht von Thema zu Thema zu hoppeln, sondern die Anregungen zeitnah zu vertiefen, und das eben nicht allein im stillen Kämmerlein, sondern im Kurs. Wie das zu bewerkstelligen wäre? Da bin ich auch ratlos. Aber in den Reflexionen wird eigentlich mehr über die Methode (ITG-Festival) als über die Inhalte geredet. Eine Zusammenführung der Diskussionsstränge von Christian wäre erstmal hilfreich, auch seine Bewertung, ob er seine Zielsetzungen damit erreicht sieht …

Gastbeitrag Prof. Hisgen … Kur(s)konzert bei #opco11 (Glosse 31)

Abgelegt unter: #opco11, Glosse — JoWe um 12:03 am 21.06.2011

Prof. Hisgen (hier bekannt durch seinen Briefwechsel mit Kollegin K. Latsch) nimmt an einer Fortbildung teil, kostenlos und webbasiert, dem OpenCourse 2011. Mit teilnehmer-aktivierenden Methoden hat er aber wohl so seine Schwierigkeiten:

Werte Kollegin,

als Fan von Musikfestivals war ich zunächst begeistert von der Idee, im opco11 ein Festival mit mehreren Konzerten zu besuchen. Nachdem ich die Planung genauer angesehen habe, hat sich meine Begeisterung rasch gelegt.

Für die reifere Generation (es hilft ja nix, liebe Kollegin, dazu müssen wir uns nun zählen lassen) gibt es ein Fest der Volksmusik. Irgendwie muss unser Kollege Juniorprofessor Spannagel dabei aber wohl an die 80+ gedacht haben. Sie und ich sind doch mit Led Zeppelin und den Stones aufgewachsen - die höre ich noch heute bei (notgedrungen) voller Lautstärke. Da gehe ich dann wohl besser ins Alternativkonzert.

… obwohl, habe nun Zweifel, ob ich überhaupt hin soll. Das Ganze bekommt inzwischen fast den Charakter der Fischer-Chöre. Wir - nicht der Veranstalter - proben fürs Konzert, er dirigiert nur noch die Aufführung. Das unterläuft radikal meine Konsumentenhaltung als Festivalbesucher. Naja, da ich eine Freikarte habe, werde ich mal hingehen. Bin gespannt, ob das mit der Parallelaufführung klappt … synchron und polyphon. Ich werde Ihnen den Link zur Aufzeichnung dann posten.

monophone Grüße, Ihr Prof. Hisgen

#opco11 - Halbzeit

Abgelegt unter: #opco11, Allgemein, Fachliches — JoWe um 12:36 am 10.06.2011

6 von 11 Wochen des OpenCourse 2011 sind rum, Zeit genug, um eine Zwischenbilanz zu ziehen (angeregt von Hosis Beitrag). Immerhin ist der Kurs so motivierend, dass ich inzwischen ein Zeitbudget pro Woche fest eingeplant habe, um neben den Live-Sessions auch halbwegs die Blogbeiträge zu verfolgen, denn dort (gerade auch in den Kommentaren) habe ich die für mich interessantesten Anregungen gefunden, nicht zuletzt, weil etliche TN in Bereichen arbeiten (und daraus berichten und Bezüge herstellen), die nicht direkt zu meinem eigenen Arbeitsfeld gehören.

So weit, so gut. Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden mit dem Kurs und frage mich warum. Klar, es war angesagt, dass es um aktuelle und zukünftige Trends im Bildungsbereich, die durch den Einsatz neuer Medien ermöglicht, unterstützt und vorangetrieben werden wie auch die Herausforderungen, die sich durch die Mediennutzung in unserer Gesellschaft ergeben  gehen soll, aber eben auch um die Zukunft des Lernens allgemein. Das ist dann eben mehr als Einsatz und Nutzung von Medien. So könnte man sich ja auch an den klassischen Fragen von wem wird was wie und womit gelernt/vermittelt entlang hangeln

  • wer, also die Zukunft des Lernens aus adressatenspezifischer Sicht, denn (Klein) Kinder, Jugendliche, Berufstätige, Senioren haben unterschiedliches Vorwissen, Interessen, Zeitbudgets usw.; also was verändert sich da gerade - kurz vor der Verrentung kommt mir persönlich dabei z.B. SLO in den Blick …
  • was, also die inhaltsorientierte Sicht, denn wir können und sollten uns nicht nur selbstreferentiell mit Medien befassen sondern mit anderen lebenswichtigen Themen (aktuell u.a. leicht identifizierbar die Energiewende oder Lebensmittelsicherheit).
  • wie, also die methodische Sicht. Wichtig ist für mich dabei u.a. die Aufbereitung der Daten und Informationen zu o.g. Themen, denn die erschließen sich ja nicht jedem sofort aus dem “Rohmaterial” sondern bedürfen durchaus der Aufbereitung. Nicht umsonst gibt es noch Fachdidaktiken, Datenvisualisierung und Infografik
  • womit, und hier nun durchaus die medienorientierte Sicht.

Implizit ist das Eine oder Andere davon auch im Kurs zu finden. Vielleicht gelingt es ja in den restlichen Wochen, solche Bezüge zu verstärken.

Gastbeitrag Prof. Hisgen … C-Learning (Glosse 30)

Abgelegt unter: #opco11, Glosse — JoWe um 16:59 am 08.06.2011

Gerade noch wurde M-Learning diskutiert, da ist seit Montag das Cloud-Computing in aller Munde, Apple mit iCloud sei Dank. Prof. Hisgen (hier bekannt durch seinen Briefwechsel mit Kollegin K. Latsch) findet, damit wird es Zeit, einen neuen Begriff zu prägen:

Werte Kollegin,

bei meiner Übersichtsfolie digitaler Lehr-/Lernformen hatte ich eigentlich seit Jahren nichts mehr geändert. M-Learning gibt es ja nun auch schon länger als Begriff, als viele meinen. Erst letzte Woche äußerten sich etliche dazu im OpenCourse 2011. Die dort diskutierte Zukunft des Lernens liegt aber in den Wolken! Ich beanspruche deshalb die Urheberschaft für C-Learning, das Cloud-Learning, das Lernen in den Wolken … korrigierte Folie anbei.

Gruß, ihr Prof. Hisgen

PS: Mist, das mit der Urheberschaft klappt nun doch nicht: c-learning steht, man glaubt es nicht, short for conventional learning, it refers to conventional teaching and learning within a brick-and-mortar classroom facility.

#opco11 - M-Learning, E-Learning, XY-Learning?

Abgelegt unter: #opco11, Fachliches — JoWe um 13:27 am 06.06.2011

Thema der 5. Woche bei opco11 war Mobile & Ubiquitous Learning. Nun ist der Begriff mobile learning oder M-Learning nicht unbedingt neu sondern mindestens seit 2003 im Umlauf; es gibt eine eigene Gesellschaft International Association of Mobile Learning,  spezielle Tagungen (z.B. CELMA oder kürzlich Mobiles Lernen: Grenzen in konvergenten Umgebungen überschreiten in Bremen) und Publikationen (z.B. New technologies, new pedagogies: Mobile learning in higher education, 2009; Mobile Learning - Transforming the Delivery of Education and Training, 2009) - sogar ein MOOC zum Thema mLearning mobiMOOC gab es schon. In seinem Input für opco11  M-Learning – Education for the Ne(x)t Generation? hat Martin Ebner das Alles an konkreten Beispielen schön illustriert.

Bei den OpenCourse-TN herrscht allerdings Uneinigkeit und Unsicherheit, was denn unter mobilem Lernen tatsächlich zu verstehen ist. Mir geht es damit wie Gudrun Bachmann und ihrer Basler Gruppe, die bei der GMW-Tagung 2009 in Berlin (S. 119-128) bei E-Learning von einem schlechten Begriff sprach: Das sind für sie Begriffe, die ihren Gegenstand nicht eindeutig bezeichnen, die für ein unklares Konzept stehen, die etwas bezeichnen, was es in der Realität nicht gibt … und weil sie falsche Vorstellungen hervorrufen. Das trifft m.E. auch für M-Learning zu.

Die von M. Ebner vorgestellten Einsatzfelder m-Information, Podcasting, Geolocation, Social Networks, eBooks, mobile Apps sind unter der Perspektive M-Learning eigentlich nur inzwischen bekannte Nutzungsformen auf neuen Geräten. Besonders krass zu bemerken bei den sogenannten Apps, eigentlich nix anderes als Programme, halt optimiert für mobile Geräte und inzwischen auch für Touch-Bedienung. Schaut man dann z.B. in Apples App-Store unter dem Stichwort Bildung, so finden sich dort massenweise Vokabel- und Mathe-Trainer, eigentlich steinzeitliche (behavioristische) Nutzungsformen. Gemeint sind eigentlich andere Formen des Lernens, die sich durch die Verfügbarkeit von Geräten (Smartphones, Tablets) und deren Nutzung (u.a. Datenerfassung, Augmented Reality) umsetzen lassen. Lisa Rosa (in ihrem 2. Kommentar) zählt einige auf:  ubiquitous learning (überall), continious learning (immer), situated learning (in die „Umwelt“ eingebettet) und networked learning (vernetzt mit Menschen und Informationen). M-Learning ist dafür kein notwendiger/geeigneter Begriff.

Lernen ist eine Grundhaltung; wir können - und konnten - immer und überall lernen (auch Herr Larbig hat es erwähnt); Geräte und Tools können es erleichtern und verstärken, aber sie sind dafür nicht konstitutiv. Wir sollten mit dem Pushen neuer Begriffe also vorsichtig sein. Außerhalb der Community können sie leicht zu Missverständnissen und falschen Erwartungen führen.

#opco11 - wie offen darf ein Kurs sein?

Abgelegt unter: #opco11, Fachliches — JoWe um 19:24 am 27.05.2011

opco11 ist mein zweiter Versuchm, an einem MOOC teilzunehmen (mein erster war der von G. Siemens und S. Downes organisierte Kurs Connectivism and Connective Knowledge CCK08, der der erste MOOC überhaupt war). Da sich der opco11 an alle richtet, die an der Zukunft des Lernens in der Mediengesellschaft, an der Zukunft des mediengestützten Lernens und an der Zukunft des Lernens allgemein interessiert sind, zähle ich mich zumindest schon mal zu den Adressaten, die die Organisatoren ansprechen wollen. Natürlich habe ich mich gefragt, was ich mir (als ziemlich alter Hase im E-Learning/E-Teaching-Bereich) von einem Kurs Zukunft des Lernens eigentlich erwarte. Nun, der Kurs lädt zum aktiven, diskursiven Miteinander im Netz ein! Eine Agenda mit wöchentlich neuen Themen setzt den Rahmen, der durch die Beiträge und den Austausch von Experten, Teilnehmern und Interessierten gefüllt wird, so die Organisatoren. Bei weit über 700 angemeldeten und wohl etlichen weiteren nicht angemeldeten TeilnehmerInnen könnte das ja über meine bisherige Edu-Community hinausgehen, dachte ich mir, und allein von daher eine Horizonterweiterung darstellen. Was allerdings nur partiell eingetreten ist. Die Beiträge im Kursblog, bei Twitter oder im Chat der Online-Live-Sessions kommen doch weitestgehend von Personen, die auch bisher schon auf meinem Schirm waren.

Sind so viele nur Lurker? Oder lassen sich viele von der offenen Kursorganisation abschrecken? Beim CCK08 ging es mir ja auch so, dass ich von der offenen Struktur überfordert war und nach einigen Wochen aufgab, den vielen Blogbeiträgen, Foren und Zusatzaktivitäten der aktiven TN zu folgen. Downes und Siemens beschränkten sich darauf, Linklisten zusammen zu stellen, nur ausgewählte Beiträge aufzugreifen und zu diskutieren. Ich hatte jedenfalls ständig den Eindruck, 90% der Aktivitäten zu verpassen und schlicht nicht die Zeit, den Prozentsatz zu senken.

Ein bisschen geht es mir bei opco11 nun auch so. Immerhin werden im Kursblog die Blogbeiträge gesammelt und zusammen mit dem Hashtag #opco11 bei Twitter hat man dann wohl das meiste beisammen. Aber das alles zu lesen, evtl. zu prüfen, ob Kommentare hinzu gekommen sind, das kostet einfach ziemlich Zeit (Audioboos, die nur in Echtheit zu verarbeiten sind, ignoriere ich deshalb schon meistens). Jochen Robes wöchentliche Zusammenfassungen haben mir die Auswahl etwas erleichtert, ich muss und will ja nicht alle Themenstränge verfolgen. Aber vielleicht wäre das ja einfacher, wenn opco11 den Duisburger Online-Campus Next Generation nutzen würde. Im Übrigen war Michael Kerres Beitrag diese Woche für mich das bisherige opco11 Highlight und ein schöner Beleg dafür, wie situationsangemessene Vorbereitung (Bereitstellen der Grundinformationen vorab) eine aktive und informierte Beteiligung der TN (beim synchronen Treffen) befördert. Super, das sollte für die Folgewochen Schule machen!

Ob ich nun durch opco11 etwas über die Zukunft des Lernens gelernt habe, möchte ich erst am Ende des Kurses bewerten. Ich habe jedenfalls vor, durchzuhalten …

#opco11 - Lerntechnologien: IKT in den Schulen

Abgelegt unter: #opco11, Fachliches, OLPC — JoWe um 12:56 am 20.05.2011

Passend zum Thema Lerntechnologien bei opco11 und meinem Lieblingsthema 1:1-Ausstattung ist ein Beitrag von Steve Wheeler, den er Misplaced ICT nennt. Dabei bemängelt er, dass schulische Ausstattung sich meist an Computing als Fach orientiert (bei uns also Informatik, die es ja nur punktuell und fakultativ gibt), während er ICT (bei uns also IKT) als Werkzeugausstattung interpretiert, die Lernen ermöglichen bzw. unterstützen soll. Er zitiert dazu wiederum Craig Taylor über redesigning learning spaces:

  • Lose the ICT suite. This only serves to isolate technology from current learning activities as opposed to embedding it within them. It also stands empty for the majority of the time, which is a waste of space and resources. IT access could still be gained by …
  • … Provide netbooks/laptops to each learner attending events. These can be kept in purpose built storage/charging trolleys. Coupled with a WiFi connection this will allow learners to connect to the outside world as opposed to relying solely on the knowledge that is being shared amongst the facilitator/delegates, a great example of social constructivism. A modern approach to learning which fits with a modern building.

Steve greift das auf und ergänzt:

… the separation of ICT from all other learning spaces engenders a perception that ICT and learning are somehow separate. They should not be, of course. ICT should be embedded into all learning activities as is appropriate.

Genau der Meinung bin ich auch.

Nächste Seite »