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Meine SnapCon20 …

Note for my English readers: You will find an English version of this blog post under My SnapCon20 …
Meine Beobachtungen und Notizen zur Snap! Conference 30.07.-02.08.2020 in Berkeley, solange die Eindrücke noch frisch sind.

Gestern ging die 2. internationale Tagung der Snap!-Community zu Ende. Wegen der Covid-19 Pandemie fand diese Tagung vollständig online statt. Das kam mir sehr entgegen, denn anders wäre mir aus mehreren Gründen eine Teilnahme sowieso nicht möglich gewesen. Da ich über Twitter meine Tageshighlights schon genannt habe (Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4), möchte ich mich hier auf zwei andere Aspekte beschränken.

1. Organisatorisches
Ich fand es erstaunlich und sehr erfreulich, dass trotz der Beschränkung auf das Zusammentreffen in Zoom-Meetings echte Tagungsstimmung aufgekommen ist. In allen Sessions die typische freundliche Atmosphäre, eine genaue zeitliche Taktung, gute Moderation und lebhafte Diskussionen im Chat oder mit Zuschaltung von Audio/Video der Teilnehmenden. Übrigens fand ich es überflüssig bis störend, dass viele Teilnehmenden dauerhaft ihren Videokanal offen hielten. Da reicht ein Avatar. Die Zuschaltung erfolgt ja bei Bedarf fast verzögerungsfrei.

Zur guten Tagungsatmosphäre beigetragen haben auch die informellen Räume (Hallway, Spiele-Meetings), die Raum für die wichtigen Zufallsgespräche boten und das Forum.
Die Tagesinfos zur Organisation kamen zeitig und waren präzise. Die Übertragungsqualität in Zoom war immer ausreichend bis hervorragend. Die inhaltliche Qualität der Beiträge auch (was natürlich das Wichtigste bleibt). Insgesamt bei 20$ Tagungsgebühr also ein überragendes Preis-Leistungsverhältnis. Für mich wäre es deshalb absolut akzeptabel, wenn die Snap!-Folgekonferenzen wieder in dieser Weise online organisiert werden. Das spart Kosten auf beiden Seiten (Organisatoren und Teilnehmende) bei nahezu gleichem Ertrag.

2. Die Zukunft von Snap!
In der Schlusssitzung wurde über die Zukunft von Snap! diskutiert. Genauer, es wurden viele Wünsche geäußert, was in Snap! integriert werden solle und in welche Richtung es zu erweitern sei. Für mich war das eine etwas informatiklastige Diskussion von Informatikern und Informatiklehrern, meist begründet mit deren Unterrichtsanforderungen. Meine Sicht ist dagegen von meinen eigenen Anforderungen geprägt, die andere Aspekte in den Vordergrund rücken lassen.

Ich verwende Snap! als Werkzeug um damit (a) Computerkunst und auch (b) optische Täuschungen zu erzeugen. Ein weiterer Schwerpunkt sind (c) Simulationen dynamischer Systeme. Für (a) und (b) sind die grafischen Möglichkeiten entscheidend. Ich erinnere mich noch, wie begeistert ich war, als Jens meine Anregung einer einstellbaren Bühnengröße einbaute (wow, das ist nun schon fünf Jahre her!). Das war für meine Projekte (a) und (b) ziemlich hilfreich, ebenso wie die Möglichkeiten der präzisen Farbeinstellungen (jetzt in Colors and Crayons zu finden). Das sind Dinge, die mit Sprachkonzepten wenig zu tun haben. Für die Simulationen (c) nutze ich Klone, denn so lassen sich in Snap! agentenbasierte Systeme darstellen. Ich verwende sie z.B. für Wachstumsmodelle, Populationsdynamik und Epidemiologie. Eckart Modrow zeigte in seiner Keynote genau ein solches Beispiel (Grippe):

Ich hatte solche Projekte zuvor in NetLogo umgesetzt. Als absoluter Fan visueller Programmierumgebungen (kein Wunder, hatte ich doch einst selber solche zur Modellierung dynamischer Systeme entwickelt) bin ich ganz auf Snap! umgestiegen.

Die von Jens vorgestellten Möglichkeiten durch die Einführung der Hyperblocks haben mich natürlich begeistert. So wird Snap! für mich zur idealen Entwicklungsumgebung für interaktive Multimedia-Anwendungen (gerade die finden in meinen Ausstellungen immer reges Interesse). Wenn ich Brian Harvey richtig verstanden habe, schwebt ihm Snap! als allgemeine Programmiersprache vor. Als Anwendungsprogrammierer wäre ich damit einverstanden. Ich bin gespannt, welche Weiterentwicklungen die Entwickler tatsächlich in Angriff nehmen werden.

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