kurze Nachlese GMW 07

Abgelegt unter: Allgemein — JoWe um 21:58 am 16.09.2007

Zurück von der GMW-Tagung einige kurze Anmerkungen dazu. Das Vorprogramm war für mich ertragreicher als die eigentliche Tagung. Ich war in den Workshops “Design Patterns im didaktischen Umfeld” (meines Kollegen Christian Kohls,; tja da fährt man von Tübingen nach Hamburg, um Näheres zu erfahren!) und “ePortfolios” von Wolf Hilzensauer. In beiden habe ich einiges gelernt und Impulse erhalten, die ich nach der Tagung aufarbeiten möchte.Hatte mich den Microbloggern von elearn angeschlossen und aus meinem zweiten Workshop auch dort etwas gebloggt. Muss aber gestehen, dass ich das über die Tagung nicht fortgesetzt habe, weil es mich einerseits in den Vorträgen zu stark abgelenkt hätte, parallel darüber zu berichten und andererseits ich zwischendrin soviel f2f-Kontakte hatte, das es zeitlich nicht gereicht hat.Bei den Keynotes hatten die Organisatoren ein glückliches Händchen: Prof. Beger zu OpenAccess, Prof. Bolz zu Studieren 2.0 und Prof. Laurillard zu “Rethinking universities in the light of technology” fand ich alle sehr anregend. Dazu die Einleitung von Rolf Schulmeister mit seinen “unzeitgemäßen Anmerkungen”, die ich gar nicht unzeitgemäß fand, sondern genau rechtzeitig. Also starke Empfehlung, sich die genannten Beiträge im Videoarchiv der Tagung anzusehen. Überhaupt, da die ganze Tagung dort dokumentiert wird, haben alle die Chance, sie nachzuarbeiten.Bei den Vorträgen, die ich in den Themensträngen anhören konnte, muss ich zur Qualität eher sagen von solala bis enttäuschend. Da ich wegen der Parallelstränge nur ein Drittel hören konnte, muss das noch nichts über das Gesamtniveau der Tagung aussagen. Mal sehen, was der Tagungsband noch hergibt.

Gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Diana Laurillard nach etlichen Jahren. Beim Conference Dinner versuchte ich mich ein bisschen im simultan übersetzen der MEDIDA-Preisverleihung. Nachdenklich machte mich ihre Beobachtung, dass so wenig Frauen vertreten seien. Mein Eindruck ist auch, dass auf der Nachwuchsebene durchaus viele Projektmitarbeiterinnen zu finden sind, aber in der Projektleitung kaum. Das war in Großbritannien schon vor dreißig Jahren anders … Immerhin, die GMW hat jetzt eine Vorsitzende!

Auf das Panel war ich besonders gespannt. Leider zerfaserte die Diskussion etwas. Vielleicht hätte es geholfen, beim ursprünglichen Titel zu bleiben “Ideenlose Hochschullehrer?” So ging es nur relativ allgemein um Kreativität, nicht klar, ob die der Studierenden, die der Lehrenden oder Konzepte zur ihrer Förderung in beiden Gruppen (trotzdem: Reinhören!). Frank Vohle hat in seiner selbstkritischen Einschätzung des Panels den Vorschlag gemacht, das Format zu ändern in Richtung wissenschaftliches Kabarett; also da wäre ich dabei ;-)

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