Künstliche Kunst: Vortragsaufzeichnung

Mein Vortrag bei der Vernissage zur Ausstellung Künstliche Kunst – Grafiken zur frühen Computerkunst wurde aufgezeichnet (Dank an WK!); Dauer etwa 25 Minuten. Die Bilder der Ausstellung mitsamt kurzen Hintergrundinformationen finden sich auf meiner Website Digital Art.

Glosse 39 – Gastbeitrag Prof. Hisgen: [xbeliebig] 4.0

Vorbemerkung: Prof. Hisgen ist inzwischen selber schon Ruheständler V. 3.3 (echt? Schon drei Jahre und drei Monate im Ruhestand?). Seiner Ex-Kollegin Prof. em. K. Latsch klagt er, dass er vielleicht deshalb dem Leben 4.0 nicht mehr hinterherkommt:

Liebe Katharina,
bist du in den letzten Wochen mal Bahn gefahren? Ich habe das getan und dabei die Juni-Ausgabe von mobil Das Magazin der Deutschen Bahn gelesen. Darin verrät Bahnchef Rüdiger Grube im Gespräch mit Alexander Dobrindt (Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), dass die DB die Digitalisierung 4.0 mit sechs Initiativen voran treibt: Arbeitswelt 4.0, Infrastruktur 4.0, IT 4.0, Produktion 4.0, Logistik 4.0, und Mobilität 4.0. Mir würde ja schon reichen, wenn sie das alles in Version 2.0 (und Stuttgart 21 in V. 1.0 – ohne Mehrkosten) auf die Reihe bringen würden. Weiterlesen

Verhärtete Positionen

Zwei Diskussionsstränge machen mich derzeit etwas ratlos und pessimistisch. Da ist zum einen das Statement von Torsten Larbig über die sog. Tablet-Klassen, in dem er den radikalen Skeptikern ebenso wie den radikalen Digitalisierungseuphorikern die Position eines engagierten Lehrers gegenüberstellt, der seinen Schülern erfolgreiches Lernen ermöglichen und dafür ein möglichst breites Spektrum didaktischer Möglichkeiten nutzen will. Er hat damit Kritik provoziert, die ihn sogar in die Nähe von Skinner rückt. Tja, wir Subjektivisten setzen uns halt allzu leicht über historische Widersprüche hinweg (laut Lisa Rosa). Ähnlich polarisiert verläuft die Diskussion zwischen Pisaversteher Christian Füller und (dem von CF als Netzeuphoriker benannten) Martin Linder, weil der Esken Saskia beigesprungen ist, deren Text Humboldt und die Algorithmen wiederum von CF zerpflückt wurde. Weiterlesen

Hallo Herr Weselsky …

Da der GDL-Streik direkte Auswirkungen auf meine Reise diese Woche hat, habe ich Herrn Weselsky geschrieben. Verständlicherweise läuft das über die Kontaktseite der GDL. Ob es also ihn persönlich erreicht, ist fraglich … dennoch:

Hallo Herr Weselsky,
(ein Sehr geehrter oder Lieber wäre denn doch geheuchelt) zu Ihren Forderungen und Begründungen für Ihren aktuellen Streik habe ich versucht, anhand einiger Ihrer Interviews und Kommentaren dazu, mich kundig zu machen. Leider hat das bei mir das Verständnis für Ihre Position und Strategie nicht gefördert. Natürlich ist der Streik ein wichtiges Mittel des Arbeitskampfes, d.h. in der Auseinandersetzung mit Ihrem Arbeitgeber, also eigentlich in einer zweiseitigen Auseinandersetzung. Für mich als Rentner und treuen Bahnkunden streiken Sie aber ja zunächst mal nicht. Weiterlesen

Entdecken Sie Tübingen – im Netz

WebtourMit dem WWW können wir weltweit surfen. Für unsere Urlaubs- und Städtereisen nutze ich die Möglichkeiten gerne, um die zu besuchenden Orte vorab ein wenig kennen zu lernen. Aber warum denn in die Ferne schweifen … jedenfalls habe ich mal etwas systematischer geschaut, was über meinen Wohnort Tübingen im Web so zu finden ist. Das ist eine ganze Menge. Also habe ich die Fundstellen für eine Art virtuellen Stadtrundgang gesammelt.

Das Ergebnis habe ich in unserem lokalen Stadtteiltreff in einer virtuellen Stadtführung gezeigt: Entdecken Sie Tübingen – im Netz. Es waren selbst für Alteingesessene ein paar Neuentdeckungen dabei. Zum Nachwandern habe ich eine Liste der dort vorgestellten Webseiten unter Tübinger Links zusammen gestellt (Diese Liste ist natürlich offen für Ergänzungen um originelle Funde! Bitte Mail an mich.).

Selbsternannte Experten

Eigentlich ist das einzig Gute, dass die Rolle der digitalen Medien in der Schule überhaupt wieder heftig diskutiert wird – aber das Niveau ist für einen altgedienten Mediendidaktiker wie mich eher frustrierend: Nachdem die Diskussion der Digitalen Demenz endlich wieder abgeflaut ist und nach der – laut Kraus – Zwangsdigitalisierung, nun also wieder gleich ein ganzes Buch zur Lüge der Digitalen Bildung. Warum unsere Kinder das Lernen verlernen. Ich muss zugeben, ich habe das Buch nicht mehr gekauft und gelesen; mir hat das Interview in der SZ mit einem der Autoren und die Rezension von Beat Döbeli gereicht. Ich finde es immer wieder ernüchternd, allerdings auch in unsere gegenwärtige Medienlandschaft passend, wie selbsternannte Experten mit provokanten Titeln kurzfristig Themen besetzen können, nicht zuletzt weil die Presse darauf anspringt und Interviews dazu platziert. Das nützt sicher dem Buchverkauf, bringt aber die inhaltliche Diskussion leider nicht wirklich weiter. Weiterlesen

Kraus(e) Gedanken

Eigentlich lohnt es sich nicht, das Interview, das Deutschlandradio Kultur anlässlich der Didacta mit Josef Kraus geführt hat, durch eine Analyse implizit aufzuwerten. Zu sehr zeugt es von Unkenntnis und (noch schlimmer, weil noch schwerer zu überwinden) von Ignoranz gegenüber dem Themenkomplex Digitale Bildung. Allerdings handelt es bei Herrn Kraus um den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes und so steht zu befürchten, das er für ziemlich viele Lehrerinnen und Lehrer spricht. Kritische Würdigungen finden sich bereits bei Ellen Trude, Alexander LaschChristian Spließ, Lars Hahn und Christian Müller, dazu kommen etliche Tweets; positive Reaktionen sind mir bisher entgangen.

Was mich am meisten stört, ist seine Unart, die gestellten Fragen umzudeuten und Problematisierungen zu ignorieren. Auf den Einwand des Interviewers Frenzel Sind wir nicht ganz schön weit weg von einer Situation, wie Sie sie gerade an die Wand malen? (weil es in Deutschland deutlich weniger Rechner pro Schüler gibt als in anderen Ländern) kommt von ihm, er lasse sich nicht von irgendwelchen Zahlen blenden. D.h. also, seine postulierte Zwangsdigitalisierung (was für eine Wortwahl! Herr Kraus ist Deutschlehrer und Psychologe) findet trotz Minimalausstattung statt, oder wie? Weiterlesen

25 Jahre Photoshop

PSPAlette2-54x300An meinem Beitrag vom 19. Februar 2010: Photoshop brauche ich eigentlich nichts zu ändern, außer dass es inzwischen 5 Jahre länger sind, seit das Programm Photoshop (PS) auf den Markt gekommen ist …

Neuere Beiträge zum 25-jährigen gibt es heute beim Spiegel, bei der ZEIT, bei Heise, bei t3n, der New York Times und natürlich bei Adobe selber.

Ob Photoshop tatsächlich Bildästhetik und menschliche Selbstwahrnehmung umgewälzt hat? Im professionellen Bereich läuft ohne PS wohl nichts mehr, aber in anderen Bereichen wird der Einfluss vielleicht überschätzt. Wie viele Nicht-Profis haben sich in die übergroße Funktionalität wirklich eingearbeitet und können damit herausragende Ergebnisse erzielen? Als ambitionierter Fotoamateur habe ich jedenfalls PS fast nie genutzt und bin bei der Bildästhetik so altmodisch, dass meine Fotos beim Fotografieren „komponiert“ werden und ohne Nachbearbeitung bestehen können.

Update 21.2.: Terry White zeigt in einem kleinen Video-Tutorial wie Photoshop 1.0 funktioniert hat (in einem Emulator des klassischen Mac OS 7.5.3). Es wurde damals auf einer einzigen 800 KB -Diskette ausgeliefert! Erhellend für alle, die jünger als 25 sind oder sich erst später mit PS befasst haben 😉

Silver Surfer (II)

Nach Hamburg (in der Ringvorlesung Medien & Bildung 2013) habe ich nun zum zweiten Mal, diesmal in unserem lokalen Stadtteiltreff, das Thema Silver Surfer behandelt. Ich habe mich ganz adressatenorientiert auf drei Nutzungsbereiche konzentriert (Informieren, Kommunizieren, Tauschen & Teilen sowie lebenslanges Lernen) und diese mit etlichen Beispielen illustriert. Auch wenn die Folien ohne den begleitenden Text nicht unbedingt hilfreich sind, habe ich sie wieder ins Netz gestellt:

Unter meinen Downloads habe ich eine Liste mit den Links der gezeigten Webseiten und mit Materialien für Senioren abgelegt.